Kirche und DRK richten Demenz-WG ein

Über 7000 Menschen in Bochum sind an Demenz erkrankt. Tendenz: weiter stark steigend. Anlass für die Evangelische Kirchengemeinde Weitmar und die DRK-Alzheimerhilfe, neue Wege zu beschreiten: An der Matthäusstraße entsteht eine Demenz-Wohngemeinschaft.

Zehn altersverwirrte Frauen und Männer können in dem ehemaligen, leerstehenden Pfarrhaus in Kürze ein neues Zuhause finden, berichtet Eva-Maria Matip von der DRK-Alzheimerhilfe. Vermieterin ist die Kirchengemeinde. Die ambulante Versorgung übernehmen die DRK-Fachbetreuer. Bei Bedarf kommt zudem ein Pflegedienst zum Einsatz.

Die Bewohner sollen „so selbstständig wie möglich und mit soviel Unterstützung wie nötig“ leben. „Die selbst zu möblierenden Zimmer und der Gemeinschaftsbereich möchten Geborgenheit vermitteln, ein Farb- und Lichtkonzept erleichtert die Orientierung. Küchen, Bäder, Flure und der Garten sind den besonderen Bedürfnissen entsprechend gestaltet“, heißt es in einer Mitteilung. Der Umbau wird mit öffentlichen Mitteln gefördert. Daher müssen die Mieter für das „Haus an der Matthäusstraße 7“ (so die offizielle Bezeichnung) einen Wohnberechtigungsschein beantragen.