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"Kampagnen-Abbruch wäre fatal"

19.10.2007 | 20:36 Uhr

Im Wirtschaftsausschuss gab's gestern flammende Appelle zur Fortsetzung von "Bochum macht jung".Verhaltene inhaltliche Kritik am Konzept. Politische Meinungsbildung provoziert

Ein Ruck ging gestern durch die Reihen des Wirtschaftsausschusses. Die Fraktionen waren sich weitgehend einig: Ein Abbruch der Imagekampagne "Bochum macht jung" wäre die schlimmste Lösung. Mit Verve appellierte etwa Johann Philipps (CDU): "Wir müssen jetzt nach vorn schauen."

Denn einen Rückblick auf begangene Fehler bei der Auftragsvergabe, die als Ursache für die anhaltende Kritik an der Kampagne gilt, hatte das Gremium unter Vorsitz von Roland Mitschke (CDU) zuvor bewusst ausgeklammert: Allein um Inhalte sollte es an diesem Nachmittag gehen. "Ich habe das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, um eine politische Meinungsbildung zu provozieren", erklärte Mitschke.

So blieb die vereinzelte Kritik am inhaltlichen Konzept eher verhalten. Günter Gleising (Soziale Liste) etwa bezweifelte, dass der Slogan "Bochum macht jung" in der Bevölkerung sonderlich gut ankommt. Dazu sollte eine Umfrage stattfinden, die aber verschoben wurde (die WAZ berichtete). Karl Heinz Sekowsky (UWG) nannte den Internetauftritt zur Kampagne inaktuell, "auch bei den Anzeigen hätte ich von CP/Compartner mehr erwartet."

Wirtschaftsförderungsdezernent Paul Aschenbrenner sagte: "Bochum befindet sich im Standortwettbewerb. Es gibt keine Alternative zur gegenwärtigen Kampagne, um die Marke der Stadt nach vorn zu bringen und breiter bekannt zu machen."

Sofern das schlechte Image der Kampagne noch gedreht werden kann, setzt die Mehrheit der Politiker auf intensive regionale und nationale Bochum-Werbung im nächsten Jahr.

Siehe auch 3. Lokalseite

Von Sabine Vogt

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