Junge Sopranistin begeistert gefeiert

Altenbochum..  Mindestens drei Gewinner gab es beim Konzert der Chöre von Liebfrauen Altenbochum-Laer in der Liebfrauenkirche. Vor allem natürlich das über 400-köpfige Publikum, das begeistert bei der Musik mitging. Dann Sopranistin Svea Schenkel, die für ihre tolle Stimme gefeiert wurde. Und auch Kirchenmusiker Johannes Keller, der alles einstudierte, erhielt viel Lob. Die Besucher bejubelten beide am Ende des Konzerts mit stehenden Ovationen. Zwei gewünschte Zugaben sprachen für sich.

Beim Auftaktkonzert zum 125-jährigen Bestehen des Kirchenchores ging es professionell los. Die 50 Sängerinnen und Sänger des Kammer- und Kirchenchores intonierten gekonnt die Motette „Pastores Loquebantur“ von Brixi. Ein Streicherorchester der Bochumer Symphoniker unterstützte. Letzteres „strich“ beim folgenden Kanon von Pachelbel seine eigenen Qualitäten heraus.

Danach überschlug sich quasi die von Keller vorab im Gespräch angedachte Dramaturgie. Die bekannte Motette „Exsultate, jubilate“, die eigentlich zum technisch schwierigeren Hauptwerk des Abends „Te Deum“ von Hummel hinführen sollte, wurde zum Glanzpunkt.

„Schuld“ daran war Svea Schenkel. Die 23-jährige Musikstudentin aus Wuppertal nahm mit ihrem Solo alle für sich ein. „Tolle Stimme“ raunten einige im Publikum. Entsprechend groß war der Beifallssturm.

Das nachfolgende „Te Deum“, das auch das Konzertmotto „Te Deum laudamus“ (lat.: Wir loben Dich Gott) widerspiegelte, boten Chor und Orchester kraftvoll und fröhlich. Alles gut! An den Erfolg von „Exsultate, jubilate“ konnte es jedoch nicht anknüpfen.

Zwei moderne Weihnachtslieder von Rutter setzten den Abschluss. Sie boten dem 25-köpfigen Kinderchor eine gelungene Gelegenheit, mitzuwirken. Das unterstrich die Breite der Chorarbeit in der Gemeinde. Fazit: Das Konzert machte Lust auf mehr. Tipp: Am Samstag, 30. Mai, folgt um 17 Uhr eine musikalische Festmesse mit den Chören.