Johan Simons soll Bochumer Schauspielhaus-Intendant werden

Das Schauspielhaus an der Bochumer Königsallee.
Das Schauspielhaus an der Bochumer Königsallee.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Der Ruhrtriennale-Chef könnte 2017 Anselm Weber am Schauspielhaus beerben. Die Entscheidung fällt bei einer Sondersitzung am 5. Februar.

Bochum.. Die Suche hat lange gedauert, nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein. Am Freitag (5. Februar) kommt der Verwaltungsrat des Schauspielhauses zu einer Sondersitzung zusammen, um über den Nachfolger für Intendant Anselm Weber zu entscheiden. Nach der Sitzung, die um 15 Uhr beginnt, soll es eine Pressekonferenz geben, auf der der Neue vorgestellt wird. Nach Informationen dieser Zeitung wird das Johan Simons sein, aktueller Intendant der Ruhrtriennale.

„Einmütige Entscheidung“ erwartetIntendantensuche

Dass der Intendant am Freitag verkündet werden soll, bestätigte Verwaltungsratsmitglied Dieter Fleskes (SPD) auf Anfrage. Für den späten Nachmittag sei das vorgesehen, so Fleskes: „Ich gehe davon aus, dass der Verwaltungsrat zu einer einmütigen Entscheidung kommt, die wir dann kommunizieren werden.“ Einen Namen nannte Fleskes nicht.

Nach allem, was man hört, ist davon auszugehen, dass es sich um Johan Simons handelt. Intendant solle jemand werden, der „ein Ausrufezeichen setzen kann“, der „international vernetzt ist“, und der einen „künstlerisch ausgezeichneten Ruf“ besitzt, hieß es zuletzt über die Kriterien. Das alles trifft auf Simons, der für sein erstes Triennale-Jahr 2015 auch international sehr gefeiert wurde, auf alle Fälle zu. Der Niederländer ist bis 2017 Triennale-Chef, ein nahtloser Übergang wäre also möglich.

Jan Klata bleibt an der Königsallee

Als weiterer internationaler Name wurde Jan Klata gehandelt, zurzeit Theaterleiter in Krakau. Der Pole hat mehrfach am Schauspielhaus inszeniert („Die Räuber“, „Hamlet“) und soll auch in der neuen Spielzeit wieder Regieaufgaben an der Königsallee übernehmen. Klata gilt aufgrund seines unorthodoxen Inszenierungsstils allerdings als stark polarisierender Theatermacher.