Jedes 4. Kind lebt in Armut

Gut ein Viertel aller Bochumer Kinder unter 15 Jahren lebt von Hartz IV. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung des DGB Ruhr-Mark. Nach der Studie ist die Anzahl der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind doppelt so hoch wie die der Menschen im Erwerbsalter, was dem DGB große Sorge bereitet. Die Erfahrung zeige, dass Kinder und Jugendliche, die bereits mit Hartz IV aufgewachsen sind, später oft große Schwierigkeiten haben, der Armut zu entfliehen. Zu groß sei die Chancenungleichheit. Um diese zu bekämpfen, fordert der DGB Ruhr-Mark ein Aktionsprogramm für arme Familien. „Hartz IV darf nicht zum ,Lebensstil’ werden oder gar vererbt werden“, so DGB-Geschäftsführer Jochen Marquardt.

Nach zehn Jahren Hartz IV ist die Armut der Kinder in Bochum nicht gesunken. Endlich brauche es „Hilfestellungen zur Überwindung einer vorübergehenden Notlage.“ Deshalb solle in der Stadtpolitk umgedacht werden und entschieden für eine Einnahmeverbesserung durch eine gerechte Steuerpolitik eingetreten werden. So könnten Unterstützungsmaßnahmen für die Familien finanziert werden.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE