Jeder 50. Kraftfahrer zu schnell

Nach dem „Blitz-Marathon“ der Polizei liegen die Abschlusszahlen vor. Insgesamt war etwa jeder 50. kontrollierte Kraftfahrer zu schnell gefahren.

Spitzenreiter im negativen Sinn war ein 33-jähriger Autofahrer aus Bochum auf der Hasenkampstraße in Weitmar. In einer Tempo-30-Zone fuhr er 55 km/h (80 Euro Bußgeld, ein Punkt in Flensburg). Er sei an diesem Tage bereits 750 Kilometer gefahren, da wolle er jetzt nur noch schnell nach Hause, sagte er nach Polizeiangaben. Insgesamt kontrollierten die Beamten 4040 Fahrzeuge. 78 waren zu schnell (1,93 Prozent). Beim Blitz-Marathon davor lag die Quote bei 2,97 Prozent.

Kritik am „Blitz-Marathon kommt von der FDP. Dennis Rademacher, Bochums Kreisvorsitzender der Partei: „Bei angekündigten Geschwindigkeitskontrollen sind die Autofahrer natürlich langsamer unterwegs. Aber, ob sie ihr Verkehrsverhalten aufgrund des Blitz-Marathons nachhaltig verändern, ist keineswegs erwiesen.“Der Blitz-Marathon sei „ein Potemkinsches Dorf, das Wirksamkeit lediglich vortäuscht“. Für die FDP stehen Aufwand und Nutzen des Blitz-Marathons in keinem angemessenen Verhältnis.