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Israels Ex-Premierminister referiert über Nahostkonflikt

25.11.2011 | 15:57 Uhr
Israels Ex-Premierminister referiert über Nahostkonflikt
Israels Premierminister a.D. Ehud Olmert (vor einem Bild von Desmond Tutu) spricht in der Bochumer Synagoge am Donnerstag, 24. November 2011 über die Folgen des arabischen Frühlings im Rahmen der “ Herausforderung Zukunft“. Foto: Ingo Otto

Bochum.  Ehud Olmert zu Gast beim Forum „Herausforderung Zukunft“

Vor einem voll besetzten Saal referierte der israelische Premierminister a.D. Ehud Olmert am Donnerstag in den Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde über die Folgen des arabischen Frühlings und den Nahostkonflikt.

Olmert, der von 1973 bis 2009 als Staatsminister, Premierminister und Bürgermeister von Jerusalem die Politik Israels entscheidend mitbestimmte, äußerte sich auf dem zweimal jährlich stattfindenden Forum „Herausforderung Zukunft“ überraschend optimistisch über den Friedensprozess zwischen Israel und der palästinensischen Regierung. Zwar kritisierte er die an diesem Tag verkündete Zusammenarbeit zwischen Fatah und Hamas .

Keine Fortschritte im Friedensprozess

Gleichzeitig widersprach er jedoch vehement Moderator und Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv Richard Schneiders Darstellung, in den letzten zwei Jahren hätte es keine Fortschritte im Friedensprozess gegeben: „Ich sage, wir können es schaffen und wir werden es schaffen.“

Als voraussichtliche Zeitspanne für einen Friedensabschluss nannte er drei Monate. Erst dann, nachdem Israel und die palästinensische Regierung sich an einen Tisch gesetzt habe, könne man über die Mitgliedschaft Palästinas in der UN reden.

Keine Alternativen zu Verhandlungen

„Es gibt keine Alternative zu diesen Verhandlungen“, so Olmert. „Die Frage ist nur, ob davor noch mehr Blut vergossen wird, oder ob wir schlauer geworden sind.“

Das Forum wurde von Hellen Medien Projekte initiiert. Ursprünglich war als Redner für das sechste Forum der Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann vorgesehen. Nachdem es aus der linken Bochumer Szene jedoch Proteste gegen Ackermann gegeben hatte, zog dieser seine Zusage zurück.

Katrin Bölstler

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