Investor plant Service-Center in Bochum-Laer
18.01.2012 | 18:01 Uhr 2012-01-18T18:01:00+0100
Bochum.Das Konzept wendet die Immobilien-Gruppe aus Meerbusch bundesweit an: „Fortress“ hat nun auch für Laer eine Bauvoranfrage gestellt, um auf dem ehemaligen Opel -Grundstück gegenüber von Werk 1 ein so genanntes Multi-Service-Center zu bauen.
Der Nutzungs-Mix besteht stets aus Tankstelle, Waschstraße, Fastfood-Restaurants und anderen „autonahen“ Mietern. Für das rund 8000 Quadratmeter große Areal zwischen Wittener- und Alte Wittener Straße sollen zudem ein 2-Sterne-Hotel mit 190 Betten, ein 800 Quadratmeter Supermarkt, ein ebenso großer Tierfutter-Discounter, 750 qm Eisen- und Metallwarenhandel, 450 qm Fitnessstudio, Bürobedarf-Handel, ein Solarium und ein Subway-Schnellrestaurant entstehen. Auf einem Teil des Grundstücks entsteht bereits eine Tankstelle, eine McDonald’s-Filiale und eine Waschanlage.
Städtebauliche Zielvorstellungen nicht ganz erreicht
Den Antrag, so erklärte Eckart Kröck, Leiter des Planungsamtes, sei Anfang des Jahres gestellt worden, flankiert mit einem Gutachten: „Das ist schon sehr ernst gemeint.“ Eine Neunutzung in dieser Dimension hält nicht nur die Verwaltung für schädigend. Auch der Masterplan Einzelhandel schließt diese Kombination mit Supermarkt/Einzelhandel aus.
So würde quasi ein neues Zentrum Laer entstehen. Konflikte sehen die Planer auch bei der Erschließung der Fläche. Städtebaulichen Zielvorstellungen würden zwar das Hotel entsprechen sowie die Dienstleistungsangebote, nicht aber der Einzelhandel .
„Lebensmittelmarkt und Discounter würden Querenburg schaden“
Im Ausschuss für Stadtentwicklung waren sich die Fraktionen einig: Ein Multi-Service-Center nach den Vorstellungen der Fortress Immobilien-AG will niemand. „Lebensmittelmarkt und Discounter würden auch Querenburg schaden“, befand Wolfgang Cordes (Grüne). Roland Mitschke (CDU) ergänzte: „Gewerbe ja, Einzelhandel nein. Wir müssen ein Signal geben, was wir nicht zulassen wollen.“
Der Ausschuss beschloss in eigener Entscheidungsbefugnis, für das Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen, durchgeführt im beschleunnigten Verfahren. Ziel des Plans ist die Stärkung der Versorgungszentren sowie die langfristige Sicherung von Gewerbeflächen. Im Rahmen des Verfahrens wird die Stadt sehen, was sie an Nutzungen zulassen werde

11:15
Was hat denn Querenburg mit Laer zu tun? Dank des Opelwerks gibt es doch weder mit dem Auto noch mit dem ÖPNV eine direkte Verbindung zwischen diesen beiden Stadtteilen. Ich käme nie auf die Idee, von Laer aus nach Querenburg zum Einkaufen zu fahren - auf dem Weg dorthin käme ich schließlich entweder durch Altenbochum und die Innenstadt oder durch Langendreer, die übrigens alle besser geeignet sind zum Einkaufen als Laer und Querenburg zusammen.
Außerdem sind Lebensmittelmärkte nie ein Schaden, sondern immer ein Gewinn für einen Stadtteil!
09:35
Ich fasse es nicht!
Zitat: "So würde quasi ein neues Zentrum Laer entstehen."
Was denn für ein neues Zentrum? Es GIBT überhaupt kein Zentrum in Laer und es wäre wünschenswert, wenn sich da mal was täte.
Zitat: “Im Ausschuss für Stadtentwicklung waren sich die Fraktionen einig: Ein Multi-Service-Center nach den Vorstellungen der Fortress Immobilien-AG will niemand. „Lebensmittelmarkt und Discounter würden auch Querenburg schaden“, befand Wolfgang Cordes (Grüne). Roland Mitschke (CDU) ergänzte: „Gewerbe ja, Einzelhandel nein. Wir müssen ein Signal geben, was wir nicht zulassen wollen.“
Na, super. In ganz Querenburg gibt es KEINEN EINZIGEN Lebensmittelmarkt, mit Ausnahme eines winzigen Discounters im total runtergekommenen Uni-Center, aber Querenburg würde Schaden nehmen durch einen neuen Supermarkt? "Wir" müssen das verhindern? Wann waren die Herren Ausschussmitglieder eigentlich das letzte Mal in den besagten Stadtteilen?
Seit wann wissen unsere Politiker wovon sie reden? Das wäre ja mal was ganz Neues.
Ich finde die Pläne einen neuen Supermarkt, etc. anzusiedeln wäre endlich mal ein Lichtblick für Laer. Außerdem frage ich mich, wer hat denn bei der Ansiedelung von Lidl in Laer behauptet es wäre eine Konkurrenz für Querenburg - soweit ich mich entsinne niemand. Und Herr Cordes, wer geht aus Laer allen Ernstes nach Querenburg um Lebensmittel einzukaufen?
09:33
"Nicht zublassen wollen" , eine scheinbare Spezialität bochumer "Entscheidungsträger" , als würden diese Ihr eigenes Geld riskieren , als würden sie Angebot und Nachfrage per Masterplan (klingt nach sozialistischem Fünfjahresplan) reglementieren können und müssen . Hallo , da will niemand ein Großbordell errichten , da wollen einige Ihr eigenes Geld investieren , eigenes kaufmännisches Risiko gehen , da könnten ja auch noch einige Arbeitsplätze anfallen und womöglich frische Steuergelder , und die sucht ihr doch gerade , im städtischen "Streichquartett" .
08:50
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08:50
Ich würde mich darüber freuen! Die Einkaufsmöglichkeiten in Laer sind leider bisher quasi nicht vorhanden, und in Altenbochum gibt es nicht genug Parkplätze. Und die Befürchtung, es würde "ein neues Zentrum Laer entstehen" sind unbegründet - es gibt ja nicht mal altes Zentrum, das man ernsthaft als solches bezeichnen könnte...
Mit dem Bus fahren... Von Laer bis Altenbochum schadet es niemanden.