Investor baut 120 Eigenheime im Ruhrauenpark in Bochum

120 Wohnungen, überwiegend in Eigenheimen, will das Ratinger Unternehmen Wilma Wohnen auf der Brachfläche errichten.
120 Wohnungen, überwiegend in Eigenheimen, will das Ratinger Unternehmen Wilma Wohnen auf der Brachfläche errichten.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wohngebiet im Ruhrauenpark kann komplettiert werden. Bislang war nur ein Teil des alten Güterbahnhofs Dahlhausen erschlossen.

Bochum.. Den ehemaligen Güterbahnhof Dahlhausen zu einem Wohngebiet im Ruhrauenpark zu machen – das ist das Ziel der Stadt, das sie mit Hilfe des Bebauungsplans Dahlhausen West verwirklichen will, und zwar in sieben Bauabschnitten.

Tatsächlich fand sich mit dem Gelsenkirchener Hans-Otto Körning ein Investor, der mit der Stadt einen städtebaulichen Vertrag schloss. Er erwarb vier Baufelder von der Bahn. Indes gelang es ihm aus wirtschaftlichen Gründen nur, die Flächen zwei bis vier selbst zu realisieren. Für Nummer eins sprang ein weiterer Investor ein, der dort Seniorenwohnungen errichtete. Insgesamt entstanden seither 122 Wohnungen in Nachbarschaft zum Eisenbahnmuseum. Die restlichen Flächen blieben im Eigentum der Bahn. Sie hatte das Areal umfänglich wegen Altlasten saniert und verhandelt seit drei Jahren mit Interessenten. Denn die Bahn wollte die seit dem Ende der 70er Jahre brachliegende Fläche weiter vermarkten und suchte einen neuen Investor.

120 Wohnungen

Den hat sie jetzt gefunden: Das Bauträgerunternehmen Wilma Wohnen aus Ratingen will die übrigen Brachflächen (Baufelder fünf bis sieben) erschließen. Es stellte seine Pläne im Bezirk Südwest vor. Projektmanager Andreas Häcker wies darauf hin, der Kaufvertrag werde in Kürze beurkundet. Maßgabe: „Der städtebauliche Vertrag kann noch in diesem Jahr geschlossen werden.“ Und zwar aktualisiert, nicht nach den Vorgaben des ersten Bebauungsplans.

Das Architekturbüro Post und Welters (Wohnprojekt „Buntstift“ in Langendreer) hat den Entwurf für insgesamt 120 Wohnungen in zwei- bis dreigeschossigen Häusern übernommen. Norbert Post: „Wir wollen verschiedene Typen errichten – von Doppelhäusern bis zu Stadthäusern. Heterogene Dächer sind nicht mehr zeitgemäß.“

Es soll Abweichungen vom alten Bebauungsplan geben, etwa bei den Dachfirsthöhen, der Eckbebauung an Straßeneinmündungen. Zudem erhöht sich die Zahl der Parkplätze verglichen mit dem ersten Bauabschnitt, auch könnten Wohnbaugrenzen geringfügig überschritten werden.

97 Einfamilienhäuser

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14 bis 16 Geschosswohnungen plant das Dortmunder Büro in einem nordwestlichen Riegelbau ein, der gleichsam hin zum Eisenbahnmuseum als Lärmpuffer dienen soll, weil dort eine Parkfläche geplant ist. Eine Schallschutzwand, eventuell begrünt, wird hin zur Bahnlinie errichtet. Überdies sind 97 Einfamilienhäuser vorgesehen.

Der städtebauliche Entwurf wurde bereits im Gestaltungsbeirat der Stadt positiv zur Kenntnis genommen. So will das Bauunternehmen die Einfamilienhäuser farblich unterschiedlich, aber dezent, gestalten.

In diesem Jahr will Wilma Wohnen GmbH den Vertrieb starten und dann bauen; insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Entlang des Museumsgleises ist ein Promenadenweg vorgesehen; dieser soll mit Fördermitteln aus dem Sanierungsgebiet Dahlhausen für den Landschaftspark 2016 realisiert werden.