Inklusion ist das Thema der Bochumer Gespräche

Die Inklusion beschäftigt seit 2009 Eltern, Kinder und Lehrer.
Die Inklusion beschäftigt seit 2009 Eltern, Kinder und Lehrer.
Foto: Jonas Güttler
In der Reihe „Bochumer Gespräche“ geht es in der Erich-Kästner-Schule darum, wie weit Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung inklusiver Beschulung ist.

Bochum.. Damit das Thema Inklusion in den Köpfen der Menschen auch in Bochum aktuell bleibt, muss nicht immer erst eine Schule geschlossen werden. So wie zuletzt das im Ausschuss für Schule und Bildung angekündigte Ende der Jacob-Muth-Schule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, zum Ende diesen Schuljahres. Viele sehen das als eine der besonderen Auswirkungen der Inklusion.

Ob das so ist, und wie weit Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung der Inklusion seit der Einführung im Jahr 2009 bisher gekommen ist, darum geht es in der nächsten Veranstaltung der Reihe „Bochumer Gespräche“, zu der die Ruhr-Universität und das Institut für Bildungsrecht und Bildungsforschung e.V. (IfBB) einladen. Zu Gast sind Ulrich Pfaff vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW zum Thema „Inklusion und Elternwahlrecht“ sowie Torsten Buncher vom Schulamt Paderborn (ehemaliger Leiter der Südschule in Lemgo als Mitglied des Schulverbunds „Blick über den Zaun“) mit dem Vortrag „Inklusiv denken – an Standards orientieren“.

Bei den Bochumer Gesprächen ging es in der Vergangenheit bereits um Themen wie „Unterrichtsausfall – Eine Herausforderung für Wissenschaft und Schulpraxis“ oder auch um „Gewaltprävention an Schulen“. Dass es nun um Inklusion gehe, sagt Prof. Dr. Gabriele Bellenberg (Ruhr-Uni), die sich mit Prof. Dr. Wolfram Cremer, (Ruhr-Universität) und Prof. Dr. Jost Schieren (Hochschule) die wissenschaftliche Leitung des Institutes teilt, sei vor allem der Tatsache geschuldet, „dass das Thema Eltern und Lehrer im Lande weiter umtreibt. Man wird noch eine ganze Weile brauchen, um das mit Leben zu füllen“.

Standards im Umgang mit Inklusion

Auch deshalb kommen Pfaff und Buncher zu Wort. „Mit ihnen haben wir beide Perspektiven“, sagt Bellenberg. „Buncher wird zum Beispiel auch darüber berichten, wie die Schulen des Schulverbundes Blick über den Zaun ihre Standards im Umgang mit Inklusion formuliert haben und wie sie damit umgehen.“

In Bochum gab es im vergangenen Jahr mehr als 1500 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Damit betrug die Inklusionsquote 34,4 Prozent. In diesem Schuljahr hat die Stadt bereits eine Quote von 40 Prozent erreicht. Immer mehr Schulen sind Orte des gemeinsamen Lernens geworden.

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