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Aktion Canchanabury

In Pink beim Ruhrmarathon

22.04.2009 | 06:01 Uhr

Bochum. So richtig glücklich ist Reinhard Micheel mit dem Streckenverlauf des diesjährigen Ruhrmarathons nicht. Der Geschäftsführer der Aktion Canchanabury bedauert außerordentlich, dass der Halbmarathon in Gelsenkirchen gestartet wird. Es hätten sich deutlich weniger Benefiz-Läufer gemeldet.

Moni und Freya (v.l.) laufen mit für die Aktion Canchanabury. (Foto: WAZ, Karl Gatzmanga)

„Das ist ganz schlecht für Bochum”, sagt er. Denn in den vergangenen Jahren seien stets rund 10.000 Läufer auf der Strecke gewesen, diesmal könne man wahrscheinlich nur mit 800 Marathonis rechnen, die von Dortmund aus auf die volle Distanz über 42,195 Kilometer gehen. Dies sei wohl kaum ein Publikumsmagnet.

Aber auch die Zahl derer, die sonst in dem auffallend pinkfarbenen Trikot der Aktion Canchanabury und des Sponsors GLS-Bank zugunsten von Aids-Waisen in Afrika laufen, ist geringer als sonst. Micheel: „Bis jetzt haben sich rund 80 Läuferinnen und Läufer gemeldet. Sonst waren es stets über 200. Das ist natürlich nicht viel und darum auch ärgerlich.”

Team erläuft Spenden für Aids-Waisen in Afrika

Dennoch wird er, genauso wie Andreas Neukirch vom Vorstand der GLS-Bank, nicht müde, für die gute Sache zu werben. Unter dem Motto „Wir laufen für Aids-Waisen” suchen sie möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bereit sind, den persönlichen Erfolg beim Lauf mit einem guten Zweck zu koppeln. Wie bei den vorangegangenen fünf Ruhrmarathons wird man auch am 17. Mai mit einem eigenen Team antreten, um Spenden, Patenschaften und Sponsorengelder für die Aids-Waisen-Projekte der Aktion in Afrika zu erlaufen.

Neben den knalligen, pinkfarbenen Trikots, die sofort ins Auge fallen, wird jeder Läufer noch mit Stirn- oder Armbändern ausgestattet, auf dem der Name des Kindes zu lesen ist, das gefördert wird. „Das ist gut für die Identifikation”, weiß Reinhard Micheel, der wegen einer Knieverletzung in diesem Jahr selbst nicht an den Start gehen kann. Dafür laufen aber Andreas Neukirch und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank mit.

Patenschaft, Sponsoren oder Wetten

Die finanzielle Unterstützung der Aktion Canchanabury ist durch die Teilnahme am Marathon (Halbmarathon) auf verschiedene Weise möglich. Beispielsweise eine Patenschaft für eine Aids-Waise zu übernehmen, wenn der Vorsatz gelungen ist, den Marathon zu schaffen. Oder sich Sponsoren zu suchen, die für gelaufene Kilometer spenden, beziehungsweise mit Partnern, Freunden und Kollegen Wetten auf die persönliche Leistung abzuschließen.

Infos:

www.canchanabury.de

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Norbert Schmitz

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