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In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt

26.04.2010 | 18:36 Uhr
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt

Bochum.Für die Bochumer Comödie ist der letzte Vorhang endgültig gefallen. Eigentlich sollten diese Woche die Gespräche für den Erhalt wieder aufgenommen werden. Aber Betreiber Jochen Schroeder hat überraschend das Handtuch geworfen.

Das Hin und Her hat ein Ende, jetzt steht fest: in der Comödie ist der letzte Vorhang endgültig gefallen. Bis zum 15. April hatte Betreiber Jochen Schroeder von der Stadt einen langfristigen Nutzungsvertrag gefordert . Zwar sind sich die Beteiligten bis Monatsmitte nicht einig geworden, aber die Gespräche um den Erhalt der Comödie sollten in dieser Woche fortgesetzt werden. Nun hat Schroeder überraschend das Handtuch geworfen.

Regisseur und Betreiber Jochen Schröder. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

„Ich habe mich für ein anderes Projekt entschieden“, erklärt Comödien-Gründer, Intendant und Betreiber Schroeder. Im März hatte der 56-Jährige den Spielbetrieb eingestellt, den Nutzungsvertrag gekündigt. Nicht, weil er die Comödie schließen wollte. Sondern weil das Theater in der Aula des Berufkollegs am Ostring renoviert werden sollte. Um den Umbau realisieren zu können, hatte er anstelle des jährlichen Nutzungsvertrags einen langfristigen verlangt. „Sie renovieren ja auch nicht ihre Küche, wenn sie keinen Mietvertrag für ihre Wohnung haben“ führt der Betreiber als Vergleich für seine Situation an.

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Ticket-Besitzer können aufatmen

Hätte das Theater seinen Spielbetrieb nicht vorzeitig eingestellt, wäre der Spielbetrieb bis Mitte Mai weitergelaufen. Abonnements und Ticket-Preise erstattet die Comödie zurück. „Wir haben alle unsere Abonnenten ausbezahlt“, sagt Betreiber Jochen Schroeder. Die Erstattung der Tickets aber könne sich aus Systemgründen noch bis Ende Mai hinziehen. Mehr Informationen unter www.comoedie-bochum.de.

„Wir haben gemeinsam überlegt, wie die Rahmenbedingungen aussehen müssen, damit die Comödie weiterlaufen kann“, resümiert Kulturdezernent Michael Townsend die letzten Gespräche. Für ihn gehöre die Spielstätte zur breiten Theater-Palette in Bochum. Doch neben dieser kulturpolitischen Dimension spielt für Townsend beim Erhalt des Boulevard-Theaters der mietrechtliche Aspekt eine Rolle. Schließlich handele es sich um ein privates Theater. Nach der Insolvenz 2008 war die Stadt dem Theater bereits entgegengekommen, hatte besagten Nutzungsvertrag angeboten. Seitdem zahlte die Comödie nur die laufenden Betriebskosten.

Schroeders Forderung ist die Stadt bis zur Frist nicht nachgekommen. Die nächsten Gespräche abwarten wollte der Betreiber nicht mehr. „Ich muss meine Lebensplanung weiterführen“, meint Schröder und verabschiedet sich nach über 15 Jahren von seiner Bochumer Spielstätte. Ein Fünkchen Hoffnung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bleibt dem Publikum allerdings. „Es gibt ehemalige Mitarbeiter, die überlegen, ob sie die Comödie weiterführen.“ Spruchreif sei zwar noch nichts. Doch wenn es dazu käme, würde Schroeder „zur Verfügung stehen und helfen“.

Sara Damirchi

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Kommentare
30.04.2010
15:42
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Paul Kanton Uri | #22

@bochumweitmar...wenn Du Werbung in der WAZ schalten willst, wende Dich doch einfach an die Anzeigenabteilung!!!

28.04.2010
12:00
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von bochumweitmar | #21

Ich kann nur diejenigen aufrufen, die bislang in die Komödie gegangen sind,( viel Geld für Karten ausgegeben haben und doch von der Leistung der Schauspieler enttäuscht waren) versucht es doch ab sofort mal mit einem Theaterbesuch bei der Volksbühne Bochum im Saalbau Spitz an der Kemnader Str. in Bochum-Stiepel. Geht auf die Internet-Seite www. volksbuehne-bochum.de, hier könnt Ihr alles wichtige über diesen angagierten Laienverein erfahren. Man kann sich tolle Theaterstücke ansehen, dabei speisen und auch mal ein kühles Bier zischen! Es ist einfach eine tolle Atmosphäre!! Wir gehen bereits seit Jahren zu den Aufführungen ( wir sind Mitte 40 ) und ganz toll sind die Märchenaufführungen im Dezember. Das sind alles Schauspieler, die ihre Freizeit opfern(unendgeldlich) um anderen eine Freude zu bereiten. Hier springt der Funke zwischen Akteuren und Besuchern immer um, egal wie alt das Puplikum ist. Ich kann Euch nur raten, geht mal hin und lasst euch von dem besonderen Flair einfangen. Es lohnt sich. Da braucht Bochum ganz bestimmt keine Comödie, welche immer auf öffentliche Mittel lauert. Es geht auch anders!! Das zeigt die lange Tradition der Volksbühne. 93 Jahre ohne jegliche, finanzielle Unterstützung der Stadt und auch manchmal ohne Unterstützung der örtlichen Presse. Denn es ist ja für Bochumer Bürger spannender etwas über die Comödie Bochum in der WAZ zu lesen, als über den kleinen Laienverein Volksbühne Bochum.

28.04.2010
08:33
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Fritz Honka | #20

Endlich ist die Laienspieltruppe aus Bochum verschwunden.
Jede Schulveranstaltung war unterhaltsamer als das was dort für viel Eintrittsgeld geboten wurde.

28.04.2010
08:26
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Rainer | #19

Update! zu 10
Gestern habe ich meine Einschreibe mit Rückschein zurückbekommen, da innerhalb der Wartezeit das Schreiben nicht abgeholt wurde!! Wenn man schon nicht mehr die Post abholt wie soll denn dann der Rest noch funktionieren?

27.04.2010
19:21
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von bochumweitmar | #18

Viel leicht hätte Herr Schröder mal bei der Volksbühne Bochum nachfragen sollen, wie man erfolgreich und rentabel Theater macht. Immerhin handelt es sich bei der Volksbühe um ein Laien-Theater, welches keinerlei Zuschüsse erhält!!!!!
Die Volksbühne existiert bereits seit 93 Jahren in Bochum!!!!
Auch ein Laientheater hat Kosten - Saalmiete, Strom, Utensilien etc - nur Gehälter für die Akteure werden nicht fällig. Viel leicht waren die Gagen der Schauspieler, welche die Comödie angagierte zu hoch?
Ich weine der Comödie keine Träne hinterher. Es gibt neben der Volksbühne Bochum noch andere Theater in Bochum, welche nicht dauernd nach finanzieller Unterstützung der Stadt rufen.
Die Qualität dieser Theater ist ebenso gut wie die der Comödie. Ja ich würde sogar sagen wesentlich besser.

27.04.2010
11:22
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Cinici | #17

Hans Caspar
Den Lokalteil lese ich täglich!

Ich meinte damit auch eher, dass das Thema hier in den Diskussionsforen durch ist. Insbesondere dann, wenn es nicht zum Artikel passt.

27.04.2010
10:37
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Hans Caspar | #16

#Cinici
Das Thema ist durch, schreiben Sie.
Trotzdem kommt alle paar Wochen jemand mit dem Thema mal wieder um die Ecke in einer Art und Weise, dass man meinen könnte, soeben wurde das Rad neu erfunden.
Oder lesen Sie nur alle vier Wochen mal den Lokalteil?

27.04.2010
10:24
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von HartmutVomHellweg | #15

#13
Ich habe nur noch einmal eindeutig bekräftigt, dass die Fidelbude nicht vermisst wird und wir auch mit ohne auskommen.
Da gibt es vieles wichtigere, woran es in Bochum und Wattenscheid hapert.

27.04.2010
10:10
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von ManfredV | #14

Die größte Kommödie ist und bleibt der Rat der Stadt Bochum! Ich habe bereits vor Jahren Stellung bezogen, wieso Herrn Schröder deratige Mietkonditionen eingeräumt werden, den wirklichen Kulturveranstaltern z.B. PrinzregentTheater dererlei finanzielle Hilfen aber versag werden. Wann straft der mündige Bürger endlich diese Entscheidungsträger ab?

27.04.2010
09:49
In der Bochumer Comödie hat es sich ausgespielt
von Cinici | #13

#HartmutVomHellweg:
Dein ständiger Verweis auf die Fidelbude - ob er passt oder nicht - nervt einfach nur noch. Das Thema ist durch.

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