In Bochum gilt: Sperrzone für Bienen

Er herrscht Ausgangssperre für die Bienen im Stadtteil Stiepel.
Er herrscht Ausgangssperre für die Bienen im Stadtteil Stiepel.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die „Amerikanische Faulbrut“ ist hoch ansteckend und tötet die Larven der Bienen. Daher herrscht bis auf weiteres Ausflugverbot für die Völker im Sperrbezirk.

Bochum.. Nach dem Ausbruch der hoch ansteckenden Bienenkrankheit „Amerikanische Faulbrut“ in Stiepel hat das Veterinärsamt einen Sperrbezirk rund um den Ausbruchsherd „Im Lottental“ errichtet. Dort wurden nach Angaben der Stadt mehrere befallene Wabenstücke im freien Gelände gefunden. „Diese Erkrankung befällt ausschließlich die Brut, nicht die erwachsenen Tiere. Diese können die Krankheit jedoch auf ihren Nachwuchs übertragen“, sagt Andreas Le Claire, Vorsitzender des Imkervereins Bochum.

Bei der Erkrankung handele es sich um ein Bakterium, welches die Maden zu einer schleimigen Masse zerfallen lasse. Befallene Bienenvölker müssten abgetötet werden, für den Menschen sei die Erkrankung jedoch vollkommen ungefährlich, versichert Andreas Le Claire. Konkret befallen sei bisher kein Bienenvolk, teilt die Stadt mit, man habe den Sperrbezirk, dessen genauer Verlauf im Internet unter www.kiv-bochum.de eingesehen werden kann, lediglich zum Schutz der Bienen ausgerufen. „Da dürfen keine Völker rein oder raus, auch kein Wabenmaterial. Erst, wenn das Kreisveterinärsamt die Sperrzone wieder aufgehoben hat.“, sagt Andreas Le Claire. Dies könne je nach Ausmaß des Befalls bis zu einem Jahr dauern.

Im Winter, so lässt eine Sprecherin der Stadt wissen, haben die Bienen keine Brut, sie legen ihre Eier in die Waben, wenn es wärmer wird. Erst bei Temperaturen über 10 Grad können Proben entnommen und der Sperrbezirk wieder aufgehoben werden. Dies werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern.