Das aktuelle Wetter Bochum 10°C
Kriminalität

In Bin Ladens Terrorcamp „Al Farouk“ lernte Sami A. das Töten

Bin Ladens Ex-Bodyguard soll in Bochum Terrorhelfer rekrutieren
Der Salafist Sami A., fotografiert in Bochum. Foto: Matthias Graben

Kaum ein Bochumer hatte einen berüchtigteren Chef als der Mann aus der Krupp-Wohnung an der Stahlhauser Straße: Sami A. war Leibwächter von Osama Bin Laden. Mit einer Panzerfaust beschützte er den Al-Qaida-Führer in Pakistan, ein Jahr vor den Anschlägen vom 11. September 2001. In Bin Ladens Terrorcamp „Al Farouk“ lernte Sami A. das Töten. In Bochum lebt er. Hier fühlt er sich wohl. Und von hier aus soll er terroristischen Nachwuchs rekrutieren.

Bin Ladens Ex-Bodyguard fährt eine Rex Moto RS 450. Mit dem blauen Motorroller kommt er zügig durch den Bochumer Stadtverkehr. Die erste Tour des Tages führt ihn meist zur Polizei, auch an diesem sonnigen Mittwoch. Täglich erscheint Sami A. auf der Wache an der Schillerstraße: eine Anordnung der Stadt. Die Beamten kennen ihn. „Ach, der Herr A.“, sagt der Diensthabende, „ja, der kommt immer hierher.“

Noch besser bekannt ist Sami A. in Terrorkreisen. Dort hat er viele Freunde. Seit mindestens 13 Jahren.

Sami A. wohnt im Gästehaus der Al-Qaida in Kandahar

Mitte Dezember 1999 reist der Tunesier nach Pakistan. Sieben Monate bleibt er dort. Sami A. wohnt im Gästehaus der Al-Qaida in Kandahar. Empfangen wird er von Abu Hafs Al Masri, Bin Ladens Stellvertreter und Al-Qaida-Militärchef. Sami A. ist in prominenter Terrorgesellschaft. „Besonders herzlich begrüßt“ habe ihn Ramzi Binalshibh, sagt ein Augenzeuge.

Binalshibh gilt neben Mohammed Atta als treibende Kraft der 9/11-Anschläge; er sitzt heute in Guantanamo. Im Qaida-Quartier trifft Sami A. auch den späteren Djerba-Mitattentäter Christian Ganczarski; der Deutsch-Pole aus Mülheim verbüßt in Frankreich eine 18-jährige Haftstrafe. Und es gibt ein Wiedersehen mit Abu Dhess, der 2005 als Terrorist zu acht Jahren verurteilt wird.

Facebook
Umfrage
Die Bochumer Narren müssen in der kommenden Session wohl auf das 2010 etablierte Dreigestirn verzichten. Es gibt keine Kandidaten für das Markenzeichen des Karnevals in der Stadt. Was halten Sie davon?

Die Bochumer Narren müssen in der kommenden Session wohl auf das 2010 etablierte Dreigestirn verzichten. Es gibt keine Kandidaten für das Markenzeichen des Karnevals in der Stadt. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Auftakt Bürgerwoche Ost
Bildgalerie
Werne
Neue Ausstellung
Bildgalerie
Geschichte
Hochhaus Sanierung
Bildgalerie
Bomin Haus
Starlight Express feiert
Bildgalerie
Starlight Express
Aus dem Ressort
Händeschüttel-Verbot aus Hygiene kommt durchweg gut an
Klinik zieht Bilanz
Die Augusta-Krankenanstalten haben im Mai ein Händeschüttelverbot für Angestellte und Patienten erlassen. Jetzt zieht das Krankenhaus eine erste Bilanz. Zwar liegen noch keine Zahlen vor. Aber die Stimmung ist offenbar gut. Nach anfänglichen Irritationen wir der Initiative offenbar Verständnis...
Gemeinde wirbt mit Banner für die ,Offene Matthäuskirche’
Ruheort
Die Matthäuskirche ist eine der ältesten in Bochum. Die evangelische Gemeinde will das bekannter machen: Sie wirbt für einen Besuch – und lockt mit Stille.
Arzt warnt Erstklässler zum Schulstart vor Fast Food
Schulanfang
USB, Sparkasse und Stadtwerke verteilen Brotdosen und Trinkflaschen an rund 2800 Erstklässler. Leitender Arzt des Adipositas-Zentrums, Dr. Thomas Hulisz, warnt vor vorgefertigten Produkten als Pausensnack: „Kinder lernen heutzutage ,Fast Food’.“ Er verrät, warum das Pausenbrot so wichtig ist.
Stadtarchiv Bochum zeigt Ausstellung zum Ersten Weltkrieg
Zeitgeschichte
Das Foto spricht Bände: Zwei Kanonen – „Feind-Beutestücke“ – stehen vor dem Kaiser-Denkmal auf dem Wilhelmsplatz, dem heutigen Husemannplatz. Die historische Aufnahme steht symbolisch und als Blickfang für die Ausstellung „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“, die Sonntag beginnt.
„Bochum macht Weltmeister“ - VfL würdigt Christoph Kramer
Fußball
„Bochum macht Weltmeister“ - so steht auf den T-Shirts, mit denen der VfL Bochum seinen früheren Spieler und heutigen Fußball-Weltmeister Christoph Kramer würdigt. 500 werden in einer ersten Auflage ab Montag verkauft. Der Erlös geht in die Nachwuchsarbeit. Kramer selbst freut sich über die Aktion.