Im Programmkino

Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“ zeigt das Kino Endstation im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, heute und morgen (2./3.1.) jeweils um 17.15 Uhr im Original mit deutschen Untertiteln. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichten einer Gruppe von Travestie-Darstellern zwischen 60 und 70 Jahren. Die Sechs haben in ihren Leben so einiges mitgemacht: Sie haben als Künstler und Prostituierte gearbeitet, ihr Geschlecht operiert, wurden ausge­grenzt und innig geliebt. Auf ihre alten Tage haben sie den Mut, sich nochmals auf die Bühne zu stellen - mit der Show „Gardenia“ aus der Regie von Alain Platel und Frank van Laecke. Zwei Jahre tourten sie durch alle fünf Kontinente. Nun kehren sie heim in ihr eigenes, weit stilleres Leben.

Monsieur Claude

Die Erfolgskomödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ zeigt das Casblanca, Kortumstraße 11, täglich (außer Di. 6.1.) um 16 Uhr. Eine gute Gelegenheit für alle, die den heiteren Streifen bislang noch nicht gesehen haben.

Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier Töchter. Am glücklichsten sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht...

Heftiger Tanzfilm

Lloyd Newson und sein DV8 Physical Theatre sind bekannt für Produktionen, die mit ihrer Unmittelbarkeit und Rohheit in Grenzbereiche zwischenmenschlicher Erfahrungen vordringen - so in „John“, zu sehen am 8. Januar um 20 Uhr in der UCI Kinowelt am Ruhrpark. Für das Stück wurden mehr als 50 Menschen sehr offen zu ihrem Liebes- und Sexleben befragt „John“ greift eines dieser Einzelschicksale auf und kombiniert gesprochenes Wort und anmutige Bewegung zu einer intensiven Theatererfahrung. Als John beeindruckt der Tänzer Hannes Langolf mit einer entwaffnend offenen und ehrlichen Performance, die zutiefst anrührend ist.