Im öffentlichen Dienst drohen Streiks am Donnerstag
29.01.2010 | 18:02 Uhr 2010-01-29T18:02:00+0100Im öffentlichen Dienst drohen Streiks. Zumindest bereiten sich die Arbeitgeber schon darauf vor. So teilt die Arbeitsagentur Bochum mit, dass am kommenden Donnerstag, 4. Februar, die Mitarbeiter nur eingeschränkt für Kundenbelange zur Verfügung stehen.
Die Agentur wörtlich: „Die Kundinnen und Kunden werden gebeten – wenn möglich – Leistungs- oder Vermittlungsangelegenheiten an einem anderen Tag zu erledigen”.
Für die an diesem Tag bereits vereinbarten und nicht abgesagten Termine würden die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und der ARGEn aber zur Verfügung stehen. Für streikbedingte Wartezeiten bitte man um Verständnis.
Dass es am Donnerstag auch zu Streiks bei der Bogestra kommen könnte, wurde offiziell noch nicht bestätigt. Intern heißt es jedoch, für den Streikfall sei das gesamte VRR-Gebiet betroffen, Notfallpläne lägen aber noch nicht vor.
Auch beim städtischen Entsorger Umweltservice Bochum (USB) hätte man von Streiks läuten hören, es lägen aber noch keine Einzelheiten dazu vor, sagte Sprecherin Gudrun Goldschmidt. Für die Stadtverwaltung hatte Kämmerer Dr. Manfred Busch kürzlich erklärt, eine Tarifsteigerung um 2 Prozent würde den städtischen Etat um mehrere Millionen Euro zusätzlich belasten.
Stadt fürchtet Mehrkosten von mehrerén Millionen Euro
Die Streikvorbereitungen laufen vor dem Hintergrund der Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Am Wochende und am Montag gibt es dazu die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam.
Auf die drohenden Streiks angesprochen, sagte Günter Isemeyer, Sprecher von Verdi-NRW: „Wir gehen nicht unvorbereitet in die Tarifverhandlungen. Man muss vorbereitet sein und das sind wir auch.”
In der Tarifrunde mit Bund und Kommunen erhebt Verdi als Forderung „5 Prozent im Volumen”. Darunter ist die Summe von geldwerten Vorteilen zu verstehen, die erreicht werden sollen. Schwerpunkte sind dabei die Einführung sogenannter Bewährungsaufstiege, aber auch Verbesserungen im Ausbildungsbereich – da geht es vor allem um mehr Ausbildungsplätze.

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