Im Dienste der rumänischen Gegenwartskunst
24.01.2012 | 16:30 Uhr 2012-01-24T16:30:00+0100
Bochum. Zwar ist die Galerie für Gegenwartskunst KunstART nach wie vor in Bochum ansässig; gleichwohl verfügt Galeristin Doina Talmann seit geraumer Zeit über keine eigenen Räumlichkeiten mehr. Aktuell sind KunstART-Exponate in Marcus Welts Galerie Chrom im Ehrenfeld ausgestellt.
Eine weitere Präsentationsplattform ist für die engagierte Galeristin das Buch. Dieser Tage ist nun der zweite Band einer Kunstbuch-Reihe erschienen, die, wie der Titel „Sieben“ schon sagt, noch einige Jahre fortgesetzt werden soll. Wie schon beim ersten Band „Sieben offene Terrassen zur Welt“ von 2010, werden im neuen Band erneut sieben rumänische Künstler/innen mit Texten und Fotografien ihrer Arbeiten vorgestellt. Die Grafikerin Alma Stefanescu-Schneider zum Beispiel oder Joan Jacob, ein Meisterschüler von Gotthard Graubner. Oder Matei Negeanis, der seit 1981 im Exil in Frankreich lebt und sich als Glaskünstler einen Namen gemacht hat. Aber auch Arina Stoenescu mit ihrem Pop-up-Buch „Das goldene Zeitalter der Kinder“.
Allen Künstlern ist gemeinsam, dass sie ihre kulturellen Wurzeln in Rumänien haben, aber inzwischen im Westen leben und arbeiten. Der sorgfältig editierte und hochwertig gemachte Band gibt einen Einblick in die Werke von sieben etablierten Künstlern, zeigt ihre Entwicklung in den verschiedenen Ländern der Welt auf und präsentiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Rumänische Kunst der Gegenwart ist in Deutschland kaum bekannt, Doina Talmann versucht seit Jahren, hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Der geistige Eiserne Vorhang müsse sich endlich heben, fordert die Galeristin. Auch diesmal wird auf den 7-Kunsttband eine Ausstellung folgen. Sie ist ab dem 3. März in der Galerie Chrom geplant.
Doina Talmann, Günter Struck (Hg.). „Sieben. Rumänische Gegenwartskunst. Band 2“, Klartext Verlag, 24,95 Euro

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