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Hommage an einen großen Kunsthistoriker

13.01.2010 | 17:11 Uhr

Seit Jahren trägt sich der Filmemacher Christoph Böll mit einem besonderen Projekt: Er dokumentiert und erforscht das Leben von Prof. Max Imdahl (1925-1988), jenem Bochumer Kunsthistoriker von beinahe legendärem Ruf, dem die „Situation Kunst” im Weitmarer Schlosspark gewidmet ist.

 Nun stellt Böll, der in den 70er Jahren an der Ruhr-Uni studierete, sein ästhetisch wie formal faszinierendes Filmprojekt erstmals in der Öffentlichkeit vor – unter dem Titel „Wie Kunst entsteht – a tribute to Max Imdahl” am kommenden Donnerstag, 21. Januar, um 18 Uhr im Veranstaltungsraum der Bibliothek der Ruhr-Uni (1. Etage).

Wahrnehmung von Kunst

In drei erstmalig vorgestellten Filmsplittern versucht Christoph Böll – ein Neffe des Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Bölls – mit filmischen Mitteln die Wahrnehmung von Kunst zu erklären, durch die das Kunstwerk erst zur Kunst wird.

Besonderheit des Kunstwerks

Diese so genannte und von Imdahl begründete „Ikonik” stellt die Besonderheiten eines jeden Kunstwerks in den Mittelpunkt der Rezeption, anstatt den inhaltlich „Wert” eines Bildes, einer Installation oder einer Plastik etwa aus der Kunstgeschichte heraus zu definieren. Bölls cineastische Arbeit versteht sich dabei als eine Hommage an den Kunsthistoriker Imdahl und zugleich an Bochum, deren Orte der Kunst unsere Stadt als eine würdige Vertreterin der Kulturhauptstadt 2010 zeigen.

Viel recherchiert

Für sein Filmprojekt hat Böll in den letzten Monaten allerlei Recherchen angestellt. Er suchte und fand in Archiven Film-Dokumente über Max Imdahl aus den 1970er Jahren, er interviewte Zeitzeugen, etwa den den früheren Kulturausschuss-Vorsitzenden Fritz Bahlo sowie Weggefährten Imdahls aus dem Umfeld der Ruhr-Uni. Und er nahm sich Zeit, um die „Situation Kunst”, jene Ausstellung mit fernöstlicher und zeitgenössischer Kunst in den Pavillons im Weitmarer Schlosspark mit der Kamera zu ergründen. Es entstanden dabei stille, emotionale, ungemein kraftvoller Filmbilder, in denen die „Kunst” nachgerade zu sprechen beginnt.

Jürgen Boebers-Süßmann

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