Hobbymaler können im Kirchenfoyer ihre Werke zeigen

Reimund Malberger (links) ist der erste Hobbykünstler, der im Kirchenfoyer ausstellt. Die Kirchenfoyer-Mitarbeiter Maria Petermeier (l.) und Elisabeth Behn sowie der Vorsitzende des Katholikenrates Lothar Gräfingholt freuen sich über die farbenfrohen Bilder in ihren Räumen an der Huestraße 15.
Reimund Malberger (links) ist der erste Hobbykünstler, der im Kirchenfoyer ausstellt. Die Kirchenfoyer-Mitarbeiter Maria Petermeier (l.) und Elisabeth Behn sowie der Vorsitzende des Katholikenrates Lothar Gräfingholt freuen sich über die farbenfrohen Bilder in ihren Räumen an der Huestraße 15.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mitarbeiter des katholischen Kirchenfoyers in der Innenstadt stellen unbekannten Künstlern ihre Räume für eine Ausstellung zur Verfügung.

Bochum-Mitte.. Das Kirchenfoyer der katholischen Kirche hat ein neues Angebot: Seit kurzem können dort Hobbymaler ihre Kunstwerke ausstellen. „Sie glauben ja gar nicht, was die Leute so alles können“, sagt Maria Petermeier, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kirchenfoyers. „Um diese Talente wollen wir uns kümmern. Bei uns können sie zeigen, was sie drauf haben.“

Der erste, der die neue Ausstellungsreihe „Hobbymaler stellen sich vor“ nutzt, ist Reimund Malberger. „Er war in einer anderen Gelegenheit bei uns im Kirchenfoyer und erzählte von seiner Leidenschaft, dem Malen“, erinnert sich Maria Petermeier. „Als wir bemerkten, dass bei uns nichts an der Wand hing, dachten wir uns, dass sich dies doch ändern könnte.“

Inzwischen zieren 27 Werke von Reimund Malberger die Räume des Kirchenfoyers und machen das Ambiente um einiges bunter. Vor 20 Jahren, mit Beginn des Rentnerdaseins, habe er angefangen zu malen, erzählt der 78-Jährige. Das meiste hat er sich selbst beigebracht. „Anfangs“, sagt er, „besuchte ich Kurse.“ Aber nur kurz, „denn dort war ich der einzige Mann“.

Die ersten Bilder hat Malberger schon verkauft

Also malt er zu Hause, vorzugsweise mit Acrylfarben. Ein früheres Kinderzimmer hat Malberger zu einem Atelier umfunktioniert. Die Ideen kommen ihm überall, im Garten, im Museum und auch beim Blick in die WAZ. „Vor allem von Fotos hole ich mir Anregungen und vereinfache die Motive dann in meinen Bildern.“ Anfangs verewigte Malberger meist Landschaften oder Häuser, inzwischen ging er zu geometrischen Formen über – auf Anregung seiner Frau.

Sie war es auch, die ihren Mann letztlich dazu überredete, seine Bilder im Kirchenfoyer auszustellen, als das Angebot kam. „Sie sagte, es sei schade, wenn sie niemand sieht“, erzählt Reimund Malberger, der nun selber froh ist, diesen Schritt getan zu haben. Er lacht: „Denn nun habe ich zu Hause wieder mehr Platz.“

Auf ein paar Bilder wird er künftig ohnehin verzichten „müssen“. Sie sind nämlich schon verkauft. Ein sicheres Zeichen, dass er mit dem Pinsel umzugehen weiß. Und dass die neue Ausstellungsreihe im Kirchenfoyer durchaus ankommt. „Wir haben auch schon ein paar Bewerber, sind bis zum Ende des Jahres ausgebucht“, verrät Maria Petermeier erfreut. Eine der nächsten Künstlerinnen ist ihre Kollegin Elisabeth Behn, ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kirchenfoyers. Weitere Hobbykünstler dürfen sich ruhig melden. Petermeier: „Wir können uns gut vorstellen, diese Ausstellungsreihe auch über 2015 hinaus fortzuführen.“