Hobby-Historiker forschen seit 35 Jahren

Linden/Dahlhausen..  Sicherlich gibt es im Ruhrgebiet im Rahmen der politischen Bildung kaum einen Volkshochschulkurs, der sich schon so lange und ohne Unterbrechung mit der Erarbeitung und Darstellung einer Stadtteilgeschichte befasst, wie es der Bochumer „VHS-Kurs zur Geschichte von Linden und Dahlhausen“ tut. Und die Bilanz der Hobby-Historiker, die sich im Herbst 1979 zum ersten Mal trafen, kann sich sehen lassen.

Denn die 35 Jahre Geschichtsforschung haben sichtbare Spuren hinterlassen: Diverse Publikationen wurden herausgebracht, das Fernsehen hat wiederholt über die Heimatforscher berichtet, und sie nahmen mehrmals erfolgreich an Geschichtswettbewerben teil. Überdies bestehen seit vielen Jahre Kooperationen zu anderen Geschichtskreisen oder Geschichtswerkstätten. So begann im Herbstsemester 1982 die Zusammenarbeit mit dem Bergmannstisch Bochum-Süd.

Auch nach 70 Semestern Erforschung der Lokalgeschichte gehen den Hobby-Historikern nicht die Themen aus. Aktuell geht es um die Geschichte und Architektur verschiedener historischer Häuser im Stadtteil mit einer Besichtigung alter Bürgerhäuser unter dem Thema „Ein altes Haus erzählt“ oder auch um die Geschichte der Linden-Dahlhauser Straßennamen. Des Weiteren ist die Hattinger Straße mit ihrer interessanten Bebauung und Geschichte wieder Thema. „Durch das ungebrochene Interesse erhalten wir immer wieder historische Dokumente und Fotos, wodurch die Vortragsreihe über mehrere Semester weiter ausgedehnt werden konnte bzw. musste, weil wir natürlich diese vielen interessanten Dinge auch gerne zeigen möchten“, erklärt Kursleiter Engelbert Wührl. Für die nahe Zukunft ist eine weitere Publikation geplant. In Zusammenarbeit mit dem Bergmannstisch soll es eine überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches „Vom Kohlengraben zum Tiefbau“ geben.