Hilfe für Süd-Sudan

Altenbochum. Voll besetzt war die Geschäftsstelle der Aktion Canchanabury an der Mettestraße: Das Büro platzte aus allen Nähten, weil weit mehr als 50 Interessierte den Reisebericht aus den Nuba Mountains (Süd-Sudan) von Geschäftsführer Reinhard Micheel und seinem Kollegen Gerd Stegemann persönlich erleben wollten.

Zweieinhalb Wochen waren Reinhard Micheel und Gerd Stegemann in dieser Region Afrikas unterwegs. Die Nuba Mountains sind ein Gebiet, dass eigentlich zum muslimischen Norden des Sudan gehört, aber von der christlich süd­sudanesischen SPLA (Sudanese People’s Liberation Army) kontrolliert wird. „Fast völlig unbeachtet von der Weltöffentlichkeit und abseits der Konflikte im Südsudan führt dort seit Juni 2011 der (Nord-)Sudan einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung“, so Geschäftsführer Reinhard Micheel. In dem kleinen Ort Gidel unterstützt die Aktion Canchanabury das „Mother of Mercy Hospital“, das für Zehntausende von Menschen die einzig funktionierende Gesund­heitsversorgung darstellt.

Nun gibt es wegen des großen Andrangs einen Zweittermin. Der „Bericht aus der Mitte von Nirgendwo“ findet am Montag, 27. April, um 19 Uhr, Mettestraße 27, statt. Themen sind u.a. die Bombenabwürfe im Nordsudan, die eigentlichen Helden des Krieges, denen die beiden Bochumer auf ihrer Reise begegnet sind, und die Schwierigkeit, die Gesundheitsversorgung der Menschen aufrecht zu erhalten.