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Heroin-Prozess: Bis zu siebeneinhalb Jahre Haft gefordert

08.12.2008 | 13:56 Uhr

Im Prozess gegen sechs Männer (20 bis 38) wegen des Handelns mit gut zehn Kilo Heroin und Kokain hat der Bochumer Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert nach 25 Sitzungstagen am Montag Haftstrafen bis zu siebeneinhalb Jahren beantragt.

Diese Strafe sollen gleich zwei der Angeklagten erhalten. Der anfängliche Hauptangeklagte (24), ein Mann aus Langendreer, soll sechs Jahre erhalten. Ihm soll im Strafmaß zugute kommen, dass er als erster im Prozess reinen Tisch gemacht und alle Vorwürfe eingeräumt hatte. Ein weiterer Angeklagter sollen nach dem Willen des Anklägers ebenfalls sechs Jahre, die anderen zweieinhalb Jahre, bzw. 18 Monate Jugendstrafe (letztere auf Bewährung) erhalten.

Die Männer (alle in Haft seit Februar) hatten gestanden, in wechselnder Tatbeteiligung zwischen Dezember 2007 und Februar 2008 Rauschgift teilweise aus Holland bezogen und in Bochum, Essen und andernorts damit gehandelt zu haben. Fünf von ihnen sind Kurden. Sie werden großteils mit einer Abschiebung rechnen müssen. Ein Kilo Heroin soll im Ankauf 15000 Euro gekostet haben.

Die 3. Strafkammer will am kommenden Freitag das Urteil verkünden.

Bernd Kiesewetter

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