Haft auf Bewährung für Hitler-Gruß
12.01.2010 | 16:31 Uhr 2010-01-12T16:31:00+0100Bochum. Weil er betrunken auf dem August-Bebel-Platz mehrfach einen Hitler-Gruß gezeigt hatte, ist am Dienstag ein 48-jähriger Bochumer zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Vorher hatte die Staatsanwältin dem Angeklagten aber ein „Ehrenwort” abverlangt: dass er unbedingt eine Alkoholtherapie mache. Die muss er binnen vier Monaten beginnen, sonst wird die Haft vollstreckt. Außerdem muss er 80 Sozialstunden abarbeiten - „damit sie der Gesellschaft, die Sie verhöhnen, ein wenig zurückgeben”, wie die Staatsanwältin meinte.
"Ich hatte um 12 Uhr zu trinken angefangen"
Ausgangspunkt der Tat am 23. Oktober 2009 war ein Trinkgelage. Der Angeklagte: „Mein Kumpel hatte Geburtstag. Ich hatte um 12 Uhr zu trinken angefangen. Klarer. 39 Prozent. Pur.” Um 15.10 Uhr traf er auf dem Bebel-Platz auf eine Polizeistreife. Ein Polizist (28) im Gericht: „Er hat eindeutig den Arm nach oben gestreckt und mir den Hitler-Gruß gezeigt.” Viermal soll er das gemacht haben. Danach ging es ab zur Wache. An die Tat will sich der 48-Jährige nicht erinnern können.
Im Vorstrafenregister des arbeitslosen Angeklagten, der sehr ungepflegt vor Gericht erschien, stehen 24 Eintragungen. Dreimal hat er in Haft gebüßt. Mehrfach wurde er auch wegen Nazi-Grüßen verurteilt. Er hat ein großes Alkoholproblem. Eine Therapie hat er nie gemacht. „Warum nicht?” fragte die Anklägerin. Antwort: „Weiß ich auch nicht. Ich sehe keine Perspektive.” Die Anklägerin: „Wollen Sie die Perspektive im Knast haben?” - „Ne, möchte ich auch nicht.”
Als der Mann etwas von Sozialstunden hörte, erwähnte er sofort eine Gehbehinderung. Die Staatsanwältin: „Wer arbeiten will, der kann auch arbeiten.”

07:31
genial, wenn das rechte hand heben stärker
bestraft wird als mio steuern hinterziehen :-))))
07:07
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01:03
Schade, jetzt kann man nichteinmal die herrlichen Charly Chaplin Filme öffentlich vorführen, in denen er den Führer Heinckel verarscht. Was für ein armseliges Land sind wir doch, erklärbar wohl durch das armselige Bildungssystem.
21:07
^wann lernen die deutschen endlich entspannter mit der vergangeheit umzugehen?????? ich werde nur noch mit dem linken arm freunde auf der anderen straßenseite begrüßen.
20:57
Es hat schon was von Ironie, dass der Kabarettist Werner Finck - Ältere werden sich an ihn erinnern - während des Nationalsozialismus mit zwei Aktionen, bei denen er - ein erklärter Gegner der Nazis - den Hitler-Gruß demonstrierte, durchkam, ohne juristisch belangt zu werden. Bei der einen fragte er sein Publikum, was der erhobene rechte Arm bedeute, und beantwortete die Frage selbst mit: Ist doch klar: Aufgehobene Rechte! Bei der zweiten Aktion betrat er die Bühne, erhob den rechten Arm und blieb so stehen, bis das Publikum zu lachen begann. Seine Replik: Lachen Sie nicht - so hoch liegt der Schnee in Stalingrad! Hoffen wir mal, dass die bundesdeutsche Justiz für Satire Verständnis hat - wer allerdings diese Geste unreflektiert zeigt, um etwa Mitmenschen einfach nur zu provozieren, muss darauf hingewiesen werden, dass dies nicht geht, notfalls per Gericht!
19:38
Geht jetzt die Welt unter?
Schauen sie sich mal in den Bildarchiven der Zeitungen die Titelfotos an.Wildwinkende Politiker aus aller Herrenländer die,im rechten Moment abgelichtet,den rechten Arm im verdächtigen Winkel in den Himmel strecken.
Haben sie schon den Zentralrat der Juden über den Akt der Volksverhetzung informiert?