Haben die Hochschulen Bochum verändert?

Z Mein Vater, meine Mutter und meine Schwiegermutter haben für die Ruhr-Uni gearbeitet – nicht als Dozenten, sondern als Architekten, Putzkräfte und im Labor. So habe ich die Uni wachsen gesehen. Die Stadt hat sich auch dadurch verändert, und zwar zum Positiven.“

Johanna Löwen, Projektmanagerin des Hochschulverbandes Univercity, weiß, dass es dauert, bis Bochum als Wissensstadt anerkannt wird. „Da muss man in anderen Zeiträumen denken. Wir arbeiten daran, dass die gegenseitige Wahrnehmung steigt. Also dass in der Stadt die Hochschulen wahrgenommen werden und dass die Studierenden die Stadt annehmen.“ Zuletzt organisierte Univercity eine Stadttour für Schüler. Nun sollen diese Touren regelmäßig für Studierende angeboten werden. Löwen: „Sie sollen merken, dass sie etwas verpassen, wenn sie nicht in Bochum wohnen.“

Z Es ist toll, dass Bochum seinen Ruf als Universitätsstadt über die Jahre gehalten hat. So kommen verschiedene Menschen zusammen und immer neue junge Leute hierhin. Dass die Stadt diese Entwicklung, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, unterstützt, finde ich richtig.“

Z Bochum ist eine Studentenstadt und das merkt man: wenig Spießigkeit, starke Durchmischung und ein tolles Kulturangebot, gerade in der Off-Szene. Fährt man in andere Revierstädte, die nicht das Glück hatten, Uni-Standort zu werden, spürt man den Unterschied.“

Z Die ganze Stadt ist viel lebhafter und bunter geworden! Und dank der vielen Studenten musste die Stadt auch viele Verkehrswege verbessern. Früher hat es Stunden gedauert, bis man endlich in Querenburg war. Dank der U35 geht das heute in wenigen Minuten.“