Großer Konzertabend: Pohlmann in der Zeche

Singer und Songwriter, das klingt nach Klischee. Auf (Ingo) Pohlmann, der am Dienstag in der Zeche unplugged gastierte, trifft das sicher nicht zu. Es groovt permanent bei dem Gitarristen aus Hamburg, der sich als Verstärkung den Schlagzeuger Reiner Kallas Hubert und den Cellisten (! )Hagen Kuhr mitbrachte.

Pohlmanns Geschichten sind eingewoben in Pop, Rock und Folk. „Geplatzter Knoten“ ist so ein treibendes Stück, energetisch aber mit tiefgehendem Text übers Scheitern und Aufstehen. In den knapp zwei Stunden geht’s natürlich viel um die Liebe: „Single in the rain“ ist eine herrliche, vielleicht selbstironische Nummer über einen beziehungsunfähigen Mann. Weiche Cello-Töne und eine klug gesetzte Begleitung vom Schlagzeug machen das Stück zu einer Perle der Popmusik.

Während des Konzertes erzählt der 42-Jährige witzige Anekdoten. Ein fliegender Greifvogel ziert den Bühnen-Hintergrund. Kein Wunder, dass der Musiker von Freiheit singt: „Dann schwimm ich mit den Vögeln durch den Ozean“ heißt es in „Fliegende Fische“. Zwischendrin gibt’s für die rund 200 Zuhörer ein Schunkellied, das auf nette Art und Weise vom Suff handelt: In der „Bordsteinbar“ landet jemand darin nach durchzechter Nacht.

Pohlmann singt eigentlich vom Leben. Das ist groß.