Goosen-Theater wird doch nicht gebaut
10.11.2010 | 11:01 Uhr 2010-11-10T11:01:00+0100
Bochum.Die Bochumer Grünen geben dem Kreativviertel rund um den alten Katholikenbahnhof keine Chance mehr. Auch das geplante Kleinkunst-Theater von Frank Goosen sei vom Tisch. Der Eigentümer sucht wohl andere Nutzungskonzepte.
Die Bochumer Grünen geben dem Kreativviertel rund um den alten Katholikenbahnhof keine Chance mehr. „Wenn sich überhaupt Kreative dort ansiedeln würden, dann nur solche, die sich bereits erfolgreich am Markt etablieren konnten“, sagt Fraktionschef Wolfgang Cordes. Die Kaltmieten, sollte das Viertel erschlossen werden, würden dort bei zehn, elf Euro pro Quadratmeter liegen; „Mieten, die Existenzgründer gar nicht bezahlen könnten“.
Die Stadt will für das ca. 4,5 Hektar große Areal einen Bebauungsplan aufstellen. Der Bereich City-Tor-Süd soll der Kunst- und Kreativwirtschaft vorbehalten sein als Teil des Viktoria-Quartiers. Die brachliegenden Flächen gehören überwiegend der Stadt; in den Händen privater Investoren der südliche Streifen entlang der DB-Linie Bochum-Essen sowie der nördliche Teil entlang der Glückauf-Bahn.
Goosen wäre ein Ankermieter gewesen
Grundlage für die Erschließung und für die Zusage der Ankerprojekte ist der Kanalbau zur Viktoriastraße hin. Geld fehlt, die Stadt behalf sich mit einem Provisorium. „2012 soll der große Sammler gebaut werden, dann ist die Erschließung gesichert. Das ist im Haushalt als rentierlich eingestellt“, erklärt dazu Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch auf Nachfrage.
Das geplante Kleinkunst-Theater von Frank Goosen aber sei vom Tisch: „Leo Bauer, der mit der Stadt haderte, ist Eigentümer der Rotunde, Goosen wollte mieten. Nun sucht Bauer wohl andere Nutzungskonzepte.“ Das bedauert Dieter Fleskes, SPD-Fraktionschef: „Goosen hat einen Namen, wäre ein Ankermieter gewesen. Doch steht privates Engagement derzeit für uns nicht ganz vorn. Wichtiger sind die laufenden Gespräche mit der Landesregierung über den Gesamtkomplex Viktoriaquartier mit Konzerthaus und Marienkirche.“
Für die Grünen ist das Kreativviertel ein (zu) hoch gehängtes 2010-Projekt. „Auch das geplante Konzerthaus könnte nie Teil des Kreativviertels sein, subventionierte Hochkultur wäre wie ein Fremdkörper.“ Für ihn böte sich die Fläche eher für normale Büroimmobilien an. Es gebe genügend Interessenten, denen Innenstadtnähe wichtig sei.
Leerstandkataster für Kreative
Kreative suchten eher preiswerte Immobilien wie an der Rottstraße. Besser als neu zu bauen wäre für die Grünen, ein Leerstandkataster für Kreative zu erstellen. „Griesenbruch wäre geeigneter. Dort gibt es Garagen, Hinterhöfe, Erdgeschosswohnungen, in denen sich Jungunternehmer niederlassen könnten.“
Überdies bestehe Handlungsdruck; ab 2014 müssten die ersten Kreativen Lothringen verlassen – die Förderungen sind zeitlich begrenzt. Dort, so Cordes, könnte man das alte Verwaltungsgebäude nutzbar machen. Das sieht Fleskes ähnlich: „Wir müssen Abstand nehmen von der Idee, die Kreativen wollten alle in die Stadt. Die meisten ziehen es vor, in Gerthe zu bleiben.“

12:38
Warum sollte man im Flugzeug immer ganz vorne sitzen?Bei einem Absturz kommt der
Getränkewagen noch einmal vorbei!
17:34
Es steht ein Manta vor der Uni der Witz schlechthin des letzten Jahrhunderts. Heute: Es steht ein Kreativer auf der Kortumstraße!
17:32
Gespräche mit der Landesregierung über den Gesamtkomplex Viktoriaquartier mit Konzerthaus und Marienkirche ??? War das Thema nicht vom Tisch?
02:07
#20 von Frederick
Danke, genau auf den Punkt gebracht.
20:38
So viel Theater um ein Theater das kein Mensch braucht oder will. Wenn Goosen sich unbedingt selbst in Szene setzen will, dann soll er doch da lesen, wo er er immer abgelesen hat.
20:37
So viel Theater um ein Theater das kein Mensch braucht oder will. Was wollte Goosen denn da aufführen? Wenn er sich unbedingt selbst in Szene setzen will, soll er da lesen, wo er immer abgelesen hat.
20:34
So viel Theater um ein Theater das kein Mensch braucht oder will. Was wollte Goosen denn da aufführen? Wenn er sich unbedingt selbst in Szene setzen will, soll er da lesen, wo er immer abgelesen hat.
17:47
Ich weiß gar nicht wo das Problem ist. Im Saalbau Spitz an der Kemnaderstraße treten öfters Esther Münch, Fritz Eckenga, Franziska Mense Moritz, etc. auf.
17:24
kreative bleiben lieber in Gerthe Lächerlich! in der Rottstraße sind noch Garagen, Hinterhöfe etc frei. Genau, packt die Kreativen - die Zugpferde des pulsierenden Lebens und der Werbung für all Eure Produkte, Ereignisse, Dienstleistungen ! - in Garagen und Hinterhöfe! Baut lieber nichtssagende Neubau-Architektur für aufstrebende Versicherungen, Briefkastenfirmen, Juristen und spießigem Pack! Die werden Euch und Subventionen aussaugen, und wenn die Unternehmen genug haben, abwander. Nokia, GEA, Versicherungen lassen grüßen!
Armes Bochum. In jedem Wortsinn! Das ViktoriaQuartier mit Kleinkunsttheater, Ansiedlung von Werbeagenturen, Künstlern, Zeitungsredaktionen, Kulturorganisatoren, Veranstaltern,... wäre eine Chance gewesen, das Bermudadreick-Niveau aus dem 16jährigen-Pöbel-Image zu holen und gleichzeitig ein für Bochums Innenstadt bedeutenswertes Fleckchen zu erhalten (Zugänglichkeit zum ehem. Hauptbahnhof/Katholikenbhf.) bzw. zu reanimieren und aufzuwerten. Büros gibts überall.
Armes Bochum, wie gesagt.
Und dass von den Grünen, unfassbar!
16:41
Ihr versteht das alles falsch, denn das Kreativquartier gibt es doch schon seit Jahrzehnten in Bochum und seit einigen Jahren in voller Blüte: Das Rathaus Bochum! Hier schaffen es Oberbürgermeisterin und Konsorten in penibler Kleinarbeit jegliche vernünftige Konzepte ins Gegenteil zu verkehren.
Außerdem: Das größte Stück Kreativität es ist doch, den Bürger jahrelang zu erzählen, in Bochum werde es ein Konzerthaus geben, obwohl dies niemals realisiert wird!!!