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GM-Chefin verteidigt Opel-Werksschließung in Bochum

12.02.2016 | 05:00 Uhr
GM-Chefin verteidigt Opel-Werksschließung in Bochum
GM-Chefin Mary Barra beim Interview in Rüsselsheim.Foto: Kai Kitschenberg

Rüsselsheim/Bochum.   Interview mit GM-Chefin Mary Barra über das Ende der Autoproduktion in Bochum, die Diesel-Diskussion und ihre Pläne für die Marke Opel.

Die Chefin des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM), Mary Barra, hat die Schließung des Bochumer Autowerks verteidigt. „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Aber wir mussten unsere Überkapazitäten in Europa und Deutschland abbauen. Daher war der Schritt notwendig“, sagte Barra im Interview mit Blick auf die Schließung vor etwas mehr als einem Jahr.

Das Bochumer Opel-Werk hatte zuletzt rund 3300 Menschen beschäftigt. Davon wechselte ein Teil an andere Opel-Standorte, in ein personell aufgestocktes Opel-Ersatzteillager in Bochum oder zu anderen Arbeitgebern. Für rund 2600 Beschäftigte wurde eine Transfergesellschaft zur Weiterqualifizierung gegründet. Doch bislang lief die Vermittlung in neue Stellen meist zäh.

„Wir wollen in diesem Jahr die Gewinnschwelle durchbrechen“

Während der Mutterkonzern GM im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren hat, befand sich die deutsche Tochterfirma Opel weiterhin in der Verlustzone. Konzernchefin Barra sagte, Opel sei auf dem richtigen Weg. „Wir wollen in diesem Jahr mit Opel die Gewinnschwelle durchbrechen“, so Barra.

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Ein neuer Opel Ampera und der „Auto-IQ“

GM-Chefin Mary Barra präsentiert in Bochum ein Elektroauto, auf das der Konzern große Hoffnungen setzt: den „Ampera-e“.

Bei dem Bochumer Kongress „Car Symposium“ der Universität Duisburg-Essen stellte die GM-Chefin das neue Opel-Elektroauto „Ampera-e“ vor. Es soll im kommenden Jahr auf den deutschen Markt kommen. Der US-Autobauer will in Zukunft verstärkt auf Fahrzeuge mit Batterie-Technologie setzen.

Neben Barra war auch Daimler-Chef Dieter Zetsche nach Bochum gereist. Themenschwerpunkte des vom Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer organisierten Kongresses waren die Digitalisierung von Autos und Elektromobilität.

Unsere Fahrzeuge erfüllen die erforderlichen Abgasgrenzwerte“

GM-Chefin Barra machte deutlich, dass sie sich staatliche Unterstützung wünsche, um Elektroautos populärer zu machen. „Es gibt viele Wege, wie Regierungen dazu beitragen können, Elektromobilität attraktiver zu machen“, betonte sie. Zur Frage, ob sie den Kunden in Deutschland versprechen könne, dass bei den Diesel-Fahrzeugen von Opel alles korrekt und sauber ist, sagte Barra: „Unsere Fahrzeuge erfüllen die erforderlichen Abgasgrenzwerte. Sie haben alle erforderlichen abgasbezogenen Typzulassungstests erfolgreich durchlaufen.“

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Kommentare
12.02.2016
23:12
GM-Chefin verteidigt Opel-Werksschließung in Bochum
von ulenspegel | #12

Fortsetzung von #11

Das Ende von Bochum wurde erst eingeleitet, seitdem im Opel-Management nur noch Opelfremde die Entscheidungen treffen und die...
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1 Antwort
GM-Chefin verteidigt Opel-Werksschließung in Bochum
von joerndominik | #12-1

Was Sie nicht sagen. Ihre Ausführungen treffen wohl eher die im
Ruhrgebiet leider sehr weit verbreitete falsche Denke zu wirtschaftlichen
Fragen als ökonomischen Sachverstand. Und auch deshalb steht das
Ruhrgebiet da, wo es heute ist. Übrigens auch einer der Gründe, weshalb
Opel/GM aus Bochum geflüchtet ist.Den Rotfrontkämpfern und Konsorten
sei "Dank!" Meinen ist das Wissen des Kleinen (Mannes) - nur der Wissende
weiß, dass er nichts weiß. Es wird nicht besser dadurch, dass gebetsmühlenartig wiederholt wird, was alle so sagen, auch wenn es von einer Studie angeblich zumindest teilweise belegt ist. Belegt ist eines: Auf dem Automobilsektor
gibt es allein in Europa Überkapazitäten in der Größenordnung von 3,0 Mio
Autos/Jahr. Was sagen die Bürokraten der Studie denn dazu? Ist man Ruhrgebiet
der Meinung, dass ein Konzern endlos in ein Werk Geld hineinbuttert, wie es
bei der Kohle druch den Steuerzahler gemacht wurde?

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GM-Chefin verteidigt Opel-Werksschließung in Bochum
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http://www.derwesten.de/staedte/bochum/gm-chefin-verteidigt-opel-werksschliessung-in-bochum-id11557294.html
2016-02-12 05:00
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