Gewerkschaft empfiehlt Stunden-Heft

Wer zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, der sollte aus Sicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten seine Arbeitszeiten aufschreiben. „Jede Überstunde muss notiert werden. Nur so gehen Beschäftigte auf Nummer sicher, dass sie den Stundenlohn von 8,50 Euro auch tatsächlich bezahlt bekommen“, sagt Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet. Ein Stunden-Heftchen als „Stechuhr aus Papier“, in dem Beschäftigte jeden Tag ihre geleisteten Arbeitszeiten aufschreiben, reiche völlig aus.

Auch die etwa 35 240 Mini-Jobber in Bochum sollten dies tun. Bei ihnen sei der Arbeitgeber zwar zur Dokumentation der Arbeitszeit verpflichtet. „Eine ‚Parallel-Kontrolle‘ schadet allerdings nicht“, so die NGG Ruhrgebiet. Als grundlos bezeichnet sie das „Jammern“ im Arbeitgeberlager über die Dokumentationspflicht. Im Gastgewerbe sei das Dokumentieren von Arbeitszeiten längst gängige Praxis. Sämtliche Pläne, das Mindestlohngesetz aufzuweichen, lehnt die NGG Ruhrgebiet strikt ab. „Das zusätzlich verdiente Geld fließt jetzt nahezu eins zu eins in den Konsum. Es sorgt damit für mehr Kaufkraft in Bochum und dadurch für eine Stärkung der Wirtschaft“, so Sachtje.

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