Gesundheitstag geht neue Wege

Vor rund 80 Besuchern begann gestern Mittag in Linden der „1. Bochumer Gesundheitstag für türkischstämmige Mitbürger“. Im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde an der Lindener Straße konnten sich die Zuhörer in jeweiligen Vorträgen über Hepatitis B und C, Diabetes mellitus sowie über die „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ und „Asthma bronchiale“ informieren und nachher den Referenten Fragen stellen.

„Ich denke, das könnte der Anfang einer Serie sein“, sagte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz zur Begrüßung dieses neuen Veranstaltung. Auf die Idee dazu kam die Helios-Klinik St. Josefs in Linden. Unterstützt wurde sie vom Integrationszentrum der Stadt.

Rund 60 000 Bochumer haben einen Migrationshintergrund (17 Prozent). Für sie gab es so eine Versnatltung bisher nicht. Anna Berrischen, Geschäftsführerin des Josefs-Hospital: „Wir möchten weitere Veranstaltungen folgen lassen.“

Unter Hepatitis B oder C würden in der einheimischen Bevölkerung 0,2 bis 0,3 Prozent leiden, in der türkischen Bevölkerung seien es je nach Herkunftsprovinz zwei (westliche Türkei) bis acht Prozent (östliche Türkei), hieß es. Die Referate schilderten verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge und der Behandlung. Das galt auch für die Volkskrankheit „Zucker“. Die kohlenhydratreiche türkische Küche sei für die Patienten oft ein schweres Hindernis, eine entsprechende Diät einzuhalten, hieß es.