Geologischer Garten wird zur Bühne

Altenbochum. Der Verein Stadtverwalter verlegt seine diesjährige Sommeraktion in den Geologischen Garten in Altenbochum: „Aufschicht unplugged“ – unter diesem Titel ruft er zu Projekten auf, die sich mit der Geschichte und den heutigen Begebenheiten des Geologischen Gartens auseinandersetzen.

Der „Grand Canyon Bochums“, wie ihn die Stadtverwalter nennen, liegt zwischen Querenburger Straße und Am Dornbusch und ist etwa 1,6 Hektar groß. Erhalten blieb ein Steinbruch mit deutlich sichtbaren geologischen Strukturen. Unplugged wird die Aktion genannt, weil Strom dabei entweder nicht verbraucht oder durch Solarzellen oder Dynamos erzeugt werden sollte.

„Eine Fülle an Ideen ist bereits eingegangen“, sagt Nicola Henning von den Stadtverwaltern. So will jemand Lesungen seiner Poesie machen, die auf Wanderungen – auch durch den Geologischen Garten – entstanden sind. Ein anderer bietet Führungen an; Musiker wollen Beiträge leisten (z.B. auf dem Jazzcello und dem Saiteninstrument Monochord). Eine Idee dreht sich um das Thema Tod, bei der Skelette in Holzrahmen installiert werden sollen. Und auch symbolisch will sich jemand mit geologischen Schichten auseinandersetzen. „Wir werden uns in der nächsten Woche zusammensetzen und die besten Ideen herauspicken“, so Nicola Henning. Am 16. August können all’ jene, die ausgewählt wurden, ihre Beiträge vor Ort präsentieren.

Stadtverwalter wurde im Jahr 2010 als Verein für Zwischennutzungskultur gegründet, um eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in Bochum anzuregen.

Dabei wählen sich die Mitglieder stets Orte aus, die nicht immer im städtebaulichen Fokus stehen, wie den Fußgängertunnel Herrmannshöhe, Spielplatz Neustraße, Rechener Park, und verleihen ihnen eine zwischenzeitliche Neunutzung und ganz besondere Aufmerksamkeit, indem sie Menschen dort für ihre Kunst eine Bühne schaffen.

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