Gefahren aus dem Netz steigen drastisch
01.11.2009 | 10:05 Uhr 2009-11-01T10:05:00+0100
Bochum. An vielen Ecken im Netz lauern mittlerweile Betrüger, die Internetnutzer ausspionieren wollen. „Man kann von einer richtigen Schattenwirtschaft sprechen", sagt Ralf Benzmüller von der Bochumer Softwareschmiede „G Data", die sich auf die Entwicklung von Sicherheitssoftware spezialisiert hat.
Computer und Sicherheit scheinen zwei Begriffe zu sein, die nicht zueinander passen. Die Bochumer Software-Firma „G Data" vertiefte dieses Gefühl auf ihrem Händlertag 2009 im „Alten Stanzwerk" an der Obernbaakstraße. Neben der Bewerbung ihrer Sicherheitssoftware informierte Ralf Benzmüller, Leiter des „Data Security Labs" über Internetkriminalität und Entwicklungen bei der Schadsoftware.
„Man kann von einer richtigen Schattenwirtschaft sprechen", beginnt Benzmüller seinen Vortrag. Die Möglichkeiten im Internet illegal Geld zu machen, scheinen mindestens genauso vielfältig zu sein, wie die positiven Eigenschaften des Netzes. Vom Datenverkauf über Kreditkartenbetrug bis zu Erpressung ist alles möglich. „Das Ganze ist viel leichter, als man denkt", erklärt Benzmüller. Anfänger können sich in Tutorials schulen und so in die Onlinekriminalität einsteigen. „Optisch erinnern viele Seiten an legale Internetauftritte von Warenhäusern", beschreibt er und zeigt ein Beispiel. Angeboten werden ganze Datenbanken und Kreditkarteninformationen. Sogar die Plastikkarte kann man dazu bestellen.
Netz erleichtert auch Geldwäsche
Auch die Geldwäsche wird durch das weltweite Netz stark erleichtert. „Stutzig sollte man zum Beispiel werden, wenn einem bei einem E-Bay-Kauf viel zu viel Geld überwiesen wird", beschreibt Benzmüller eine gängige Praxis, „überweist man den Fehlbetrag zurück, hat man das Geld gewaschen".
Aber wie gelangen die Netzbetrüger an die Daten, die sie dann in Geld verwandeln. „Meistens beginnt der Datenklau mit einem Geschenk", holt Benzmüller aus, „der Benutzer erhält eine Nachricht, irgendetwas herunterzuladen". Das kann ein falsches Update sein, oft sind diese sogenannten Trojaner aber auch als Virenprogramme getarnt. Ist die Schadsoftware einmal installiert, kann der Computer ferngesteuert werden. Der Programmierer kann nun Daten speichern oder den infizierten Computer für andere illegale Aktivitäten nutzen. Er selbst bleibt dabei anonym.
Aber das Surfen im Internet ist noch gefährlicher geworden. „Inzwischen reicht es, eine bestimmte Internetseite zu besuchen und schon ist der Computer infiziert", berichtet Benzmüller. Vor drei Wochen hat „G Data" eine Untersuchung zu solchen Internetseiten gemacht, und die Serverbetreiber darüber informiert. „Interessant ist, dass rund 45 Prozent ihre Seiten nicht bearbeitet haben", meint Thorsten Urbanski, PR-Manager von „G Data". Fast jede zweite untersuchte Seite ist noch potenziell gefährlich.

20:22
> „Stutzig sollte man zum Beispiel werden, wenn
> einem bei einem E-Bay-Kauf viel zu viel Geld
> überwiesen wird, beschreibt Benzmüller eine
> gängige Praxis, „überweist man den Fehlbetrag
> zurück, hat man das Geld gewaschen.
Herr Benzmüller, was ist bei zu viel der Fehlbetrag?
Haben da die Worte versagt oder hat einer der Journallie ... ? Nein, oder?
Überzahlten Betrag sei hier das korrekte Wort.
Deutsch ist schwer. So schwer, dass sich selbst Germanisten noch heute über mir und mich streiten.
Das dürfen sie gerne, solange sie mein und dein auseinanderhalten und strickt trennen, lieber Herr Benzmüller!
23:09
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13:58
Ich glaube langsam, angesichts der Anzahl an Artikeln wie schrecklich doch das Internet ist, dass ihr schon mit den Rechtfertigungen für zukünftige Ereignisse anfangt.
Bezahlinhalte und konsequente Internetüberwachung...das ist doch was ihr wollt. Aber um das den Leuten schmackhaft zu machen, muss man vorher erstmal Gründe finden, warum sowas angeblich notwendig wäre.
05:02
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23:46
Gefahren aus dem Netz.
Ha, Ha, Ha.
Kein vernünftiger Mensch würde seinen Haustürschlüssel einem wildfremden in die Hand geben, aber im Netz wird auf alles draufgeclickt, was nicht bei 1! unterm Mauszeiger wieder verschwunden ist.
Webseiten werden nicht gelesen, sondern überflogen, dunkelgraue Schrift auf hellgrauem Grund wird als unwichtig! abgetan - wenn es wichtig wäre. würde sicherlich ein roter Rahmen darum sein.
Gegen den Fehler in der Sicherheitssoftware, der 70cm vor dem Bildschirm hockt kann niemand was tun - ausser den Gerichten, die diesen mal klarmachen sollten, wiesie es auch im Strassenverkehr tun:
Wenn Du vor dem Überqueren einer Autobahn nicht in die Richtung guckst, aus der die Gefahr kommen kann, dann bist Du selbst schuld!