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Stadt rät zu großer Vorsicht

Gefahr lauert im Wald

01.03.2010 | 18:10 Uhr
Gefahr lauert im Wald

Es wird noch einige Tage dauern, bis die Stadt einen genauen Überblick über die Auswirkungen des Sturmtiefs bekommen hat.

Vor dem Betreten der Bochumer Wälder und Parkanlagen warnt das Grünflächenamt nach dem verheerenden Sturmtief Xynthia ausdrücklich: „Es kann noch Tage dauern, bis wir wirklich alle Schäden am Baumbestand erfasst haben. Solange sind die Wälder nicht sicher”, so Marcus Kamplade. Damit schließt sich die Stadt der Warnung der Landesforstverwaltung an. Zwar sei Xynthia nicht so folgenschwer wie Kyrill vor drei Jahren gewesen, trotzdem hat der Baumbestand stark gelitten. Bis Montagnachmittag konnten Grünflächenamt und Technischer Dienst der Stadt rund 150 entwurzelte oder schwer beschädigte Bäume feststellen. Dabei handelt es sich nur um öffentliches Grün. Ungezählte Bäume auf privatem Grund wurden ebenfalls umgeknickt oder entwurzelt.

Hedtberg und im Weitmarer Holz, wo vor drei Jahren auch mächtiger Altbestand etwa an Buchen arg zu leiden hatte, musste am Sonntag erneut leiden. Wie erste Besichtigungen ergaben, stürzten dort erneut Bäume. „Wir haben diesmal sehr viel Kronenbruch festgestellt”, so Kamplade. Schwer beschädigte Bäume müssen nun in den nächsten Tagen und Wochen gefällt werden.

In ihrer Abschlussmeldung berichtet die Feuerwehr über insgesamt 132 Sturmeinsätze. Verletzte gab es laut Feuerwehr im Stadtgebiet nicht zu beklagen. Die Polizei musste ebenfalls zu rund 120 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Sturm ausrücken.

Für die Bogestra war der rund 30 Meter hohe Bau, der im Bereich der U-Bahn-Rampe an der Wittener Straße auf die Oberleitung prallte, der folgenschwerste Zwischenfall im Zusammenhang mit dem Sturm. Sprecher Christoph Kollmann: „Der Bahnverkehr war dort zwischen 18 und 23.15 Uhr unterbrochen.” Die Bogestra setzte Taxis und Ersatzbusse ein, um die Fahrgäste zu transportieren.

Tausende kleinerer Äste gefährdeten an vielen Stellen den Straßenverkehr. In einer Doppelschicht räumten Mitarbeiter des USB bis zum späten Abend die Hinterlassenschaft von Xynthia wieder von den Straßen und Wegen.

Michael Weeke

Kommentare
02.03.2010
13:34
Gefahr lauert im Wald
von Otto 12 | #2

Erdbeben?Wir hatten Sturm,waren Sie an dem Tag woanders?

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2010-03-01 18:10
Bochum