Freie Szene schlägt wieder Alarm

Zur Ratssitzung findet heute (25. Juni) um 14 Uhr ein „Bochumer Kulturstammtisch“ auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Rathaus statt. Vertreter/innen der freien Kulturszene wollen in einem öffentlichen Gespräch über die befürchteten Folgen weiterer städtischer Sparmaßnahmen informieren.

„Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres steht die Freie Kulturszene vor einer möglicherweise existenziell bedrohlichen Kürzungsdrohung“, heißt es in einem Aufruf. Wie berichtet, spart die vom Kämmerer verhängte vorläufige Haushaltssperre auch den Kulturbereich nicht aus. Die Freie Szene, zu der „Große“ wie der Bahnhof Langendreer oder das Prinz Regent Theater, aber auch „Kleine“ wie Figurenspieler oder Jugendbühnen gehören, könnte mit Kürzungen „bis zu 30 %“ belegt werden, so die Befürchtung. Statt ständig weiteren Sparplänen ausgeliefert zu sein, fordert die Freie Szene einen Kulturentwicklungsplan für Bochum, „um langfristige Ziele hinsichtlich Budget und Planungen zu ermöglichen“.

Kulturdezernent Michael Townsend nannte die vorgelegten Rechenspiel einen „Kurzschluss“. „Es gibt keinen Anlass zu denken, dass 30 % aus dem Etat für die Freien gekürzt werden sollen“. Alle ausstehenden Fördermittel würden auch ausgezahlt, versichert der Dezernent. Darüber sei von der Kulturverwaltung angestrebt, die institutionelle Förderung für die „Freien“ fortan langfristig auszurichten. „Eine mehrjährige Förderung und damit mehr Planungssicherheit sind angestrebt“, so Townsend.