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Fortschritte bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses

08.12.2014 | 18:28 Uhr
Fortschritte bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses
Zum Aktionstag „Aus der Mitte“ lud Dagmar Berghoff (r.) Gesundheitsexperten in den Ruhrcongress.Vorträge zu Thema hielten Prof. Dr. Holger Nückel, Prof. Dr. Wolfgang E. Schmidt, Prof Dr. Waldemar Uhl, Prof. Dr. Irenäus A. Adamietz.Foto: Klaus Pollkläsener

Bochum.  Ist die Bauchspeicheldrüse betroffen, war das einst ein Todesurteil. Aber die Behandlung ist effektiver geworden – besonders in Bochum.

Wer vor 14 Jahren die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen hat, für den war die Lage hoffnungslos: Es war ein nahezu sicheres Todesurteil. Diese Erfahrung machte auch Fernseh-Moderatorin Dagmar Berghoff, als ihr Mann an Krebs starb. Heute setzt sie sich zusammen mit der Initiative „Aus der Mitte“ dafür ein, dass niemand uninformiert bleibt – wie jüngst an einem Aktionstag im Ruhrcongress.

„Was den Bauchspeicheldrüsenkrebs angeht, hat Bochum einen guten Ruf“, so Dagmar Berghoff. Tatsächlich ist Bochum eine der vier führenden Städte in puncto Behandlung. Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Joseph-Hospitals, behandelt im Jahr rund 320 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, zum Teil auch international: „Oft kommen Patienten aus Russland, den arabischen Ländern oder Griechenland“, so Uhl.

Zusammenarbeit vieler Bereiche

Mittlerweile arbeiten bei der Diagnose Krebs viele Teildisziplinen wie Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie effektiv zusammen. Dennoch gibt es noch viel zu tun: „Ein Ziel ist es, eine frühere Diagnose zu ermöglichen, indem wir den Krebs durch das Blut feststellen“, so Uhl. Eine Früherkennungsmethode gibt es bisher nicht, da sich dieser Krebs rasend schnell ausbreitet. Symptome können unter anderem Gewichtsverlust und Rückenschmerzen sein.

Aber auch eine konkretere Chemotherapie, in der die betroffenen Teile genauer angesteuert werden und nicht entfernbare Tumore zu entfernbaren werden, sei eines der Ziele, an denen man arbeite.

Auch psychische Behandlung wichtig

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Bauchspeicheldrüsenkrebs lässt sich vorbeugen

Im Jahr erkranken rund ­­14.000 Deutsche an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

 

Die Gefahr auf den Krebs kann man lindern, indem man wenig raucht, Alkohol in Maßen genießt und auf sein Gewicht achtet.

Mehr zum AdP im Web unter bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de

Neben der ärztlichen ist auch die psychische Behandlung ein wichtiger Faktor bei einem solch aggressiven Krebs wie dem der Bauchspeicheldrüse. „Als mein Mann erkrankt ist, war ich vollkommen alleine gelassen. Damals gab es noch keine Ernährungsberater, keine Selbsthilfegruppen. Zumindest wusste ich von keiner“, sagt Moderatorin Berghoff. Auch hier hat sich viel geändert. Ein Beispiel ist der Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP), der Selbsthilfegruppen anbietet, auch im Internet. „Bei unserem Forum im Internet kann man sich auch anonym anmelden“, sagt Ulrich Schmitz, Regionalgruppenleiter des AdP in Köln.

Ein Schicksal wie das von Dagmar Berghoff vor 14 Jahren müssen wegen des vielschichtigen Fortschritts deswegen immer weniger erwarten. „Ich stelle voller Bewunderung fest, dass ich eine ganze Menge getan hat“, resümiert die Moderatorin.

Nathanael Ullmann

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Fortschritte bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses
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http://www.derwesten.de/staedte/bochum/fortschritte-bei-der-therapie-des-bauchspeicheldruesenkrebses-id10124657.html
2014-12-08 18:28
Bochum, Bauchspeicheldrüsenkrebs , Dagmar Berghoff, Ruhrcongress, St. Joseph-Hospital
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