Forscher der Ruhr-Uni Bochum präsentieren ihre Ergebnisse

Ein Team um Prof. Dr. Martina Havenith-Newen untersucht an der Ruhr-Uni die Solvation, das Lösen einer chemischen Substanz.
Ein Team um Prof. Dr. Martina Havenith-Newen untersucht an der Ruhr-Uni die Solvation, das Lösen einer chemischen Substanz.
Foto: RUB
Was wir bereits wissen
„Völlig losgelöst“ startet Freitag im Blue Square. Bei der Ausstellung geht es um spezielle Vorgänge in Lösungen. Besucher können sich bei einem Experimentier-Programm selbst als Forscher versuchen

Bochum.. Aufgabe von Forschern, die mit besonderen Fördergeldern unterstützt werden, ist nicht nur zu forschen. Sie haben immer auch den Auftrag, ihre Forschungsergebnisse nach draußen zu tragen, der Öffentlichkeit zu präsentieren. An der Ruhr-Uni gibt es das Exzellenzcluster Resolv (Ruhr Explores Solvation). Wobei Exzellenzcluster die Förderung der Forschung eines speziellen Themenkomplexes meint. Ein Team um Sprecherin Prof. Dr. Martina Havenith-Newen untersucht die Solvatation, das Lösen einer chemischen Substanz. Und darum geht es dann auch in der heute im Blue Square, Kortumstr. 90, beginnenden Ausstellung. Sie heißt: „Völlig losgelöst“.

Es ist die erste Ausstellung die Havenith-Newen mit ihrem Team auf die Beine gestellt hat. „Wir haben ein dreiviertel Jahr Entwicklung in diese Ausstellung gesteckt“, sagt Resolv-Geschäftsführer Dr. Jens Ränsch. „Da wir mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, haben wir den klaren Auftrag, den Menschen unsere Forschung und die Forschungsergebnisse zu zeigen.“

Gesprächen mit anderen Museen laufen

Ab Samstag, 9. Januar geht es also um die Beantwortung von Fragen wie diesen: Was hat das Rosten einer Stahloberfläche mit der Kälteresistenz eines Polardorsches gemeinsam? Dass beides eng mit Vorgängen in Lösungen zusammenhängt, soll den Besuchern der Ausstellung klar werden. „Völlig losgelöst“ will ihre Besucher mit auf eine Expedition in die Welt der naturwissenschaftlichen Forschung nehmen. An Beispielen wie Uranin, das in Wasser gelöst gelbgrün-fluoresziert, erfährt man in der Ausstellung, was die Naturwissenschaft allgemein und die Erforschung von Lösungen speziell zu einem Erlebnis macht.

Die Sonderausstellung ist vom 9. Januar bis 14. Februar geöffnet, jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr. Zusätzlich können sich Besucher jeden Alters bei einem Experimentier-Programm selbst als Forscher versuchen. Das Experimentier-Programm findet samstags von 12 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr statt. Es startet bereits an diesem Wochenende. Die Teilnahme ist ebenso wie der Eintritt zur Ausstellung frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein zusätzliches Angebot gibt es für Schulklassen der 3. bis 5. Jahrgangsstufe: Sie können montags, donnerstags und freitags zwei Stunden lang in die Welt der Lösungsmittel eintauchen. „Da sind wir allerdings schon komplett ausgebucht“, sagt Ränsch. „Von daher können wir sagen, dass die Ausstellung schon jetzt ein Erfolg ist.“ Darüber hinaus hofft er, die Ausstellung auch an anderen Orten zeigen zu können. „Bundesweit wäre gut“, sagt Ränsch. „In Gesprächen sind wir schon mit einem Museum in Bonn.“

Zahlreiche Partner aus der Region

Resolv (Ruhr Explores Solvation) – das ist seit Juni 2013 das Exzellens-kluster der Ruhr-Uni. Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen ist ein 2005/06 erstmals ausgelobtes Förderprogramm.

Aufgeteilt ist die Exzellenzinitiative in die drei Förderlinien „Zukunftskonzepte“ (Entwicklung der Gesamtuniversität), „Exzellenzcluster“ (Förderung der Forschung eines Themenkomplexes) und „Graduiertenschule“ (Förderung von Doktoranden in einem breiten Wissenschaftsgebiet).

Am Exzellenzcluster der Ruhr-Uni sind unter anderem renommierte Forschungsinstitute aus den USA, Europa, Asien und Israel beteiligt. Zu den Partnern aus der Region zählen die Max-Planck-Institute für Eisenforschung (Düsseldorf), Chemische Energiekonversion (Mülheim an der Ruhr) und Kohlenforschung (Mülheim an der Ruhr), das Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen sowie die Technische Universität Dortmund.