Förderverein soll Kirchenschließung verhindern

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Langendreer..  Die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius in Langendreer fürchtet um ihren Bestand, und diese Angst ist laut Gemeindemitglied Ralf Wittkopp nicht ganz unbegründet. „Das Bistum erwägt aus finanziellen Gründen, eine der drei Kirchen, die Pastor Michael Kemper betreut – St. Bonifatius, St, Marien und deren Filialkirche Ludgerus – zu schließen.“

Um dem entgegenzuwirken, hat die Bonifatius-Gemeinde jetzt einen Förderverein gegründet; Selbsthilfe heißt die Devise. Denn: Von der bischöflichen Behörde in Essen ist bis 2017 beabsichtigt, kirchliche Gebäude und Liegenschaften zu klassifizieren nach a) werden kurzfristig nicht benötigt, b) werden langfristig nicht benötigt, c) soll in Zukunft erhalten bleiben. Wittkopp: „Hilfreich bei solchen Entscheidungen kann sein, ob in der Gemeinde Gelder eines Fördervereins zur Verfügung stehen, mit denen sie Dinge selbst finanzieren kann.“ Wie der junge Förderverein Mittel rekrutieren will, ist noch offen; gesucht wird nun eine Strategie. Natürlich werden vor allem auch Sponsoren gesucht.

Es sei eine Tatsache, dass die Kirchengemeinden zukünftig mit weniger Geld auskommen müssen, da die Anzahl der Gemeindemitglieder schrumpft und folglich die Kirchensteuern auch rückläufig sind.

Die Qualität der pastoralen Arbeit, die Erhaltung der Kirchengebäude und die Pflege der Außenanlagen müssen aber gewährleistet bleiben, ebenso die Förderung der Jugend- und Familienarbeit und die Gestaltung eines würdigen und familiengerechten Gottesdienstes. Dieses sind hohe Ziele, aber auch Beweggründe, um einen Förderverein ins Leben zu rufen.

32 Gemeindemitglieder gründeten den Verein und wählten den Vorstand: 1. Vorsitzender: Thomas Schwarz, Schriftführerin: Gabriele Hammerschmidt, Kassierer: Wolfgang Linke, Kassenprüfer: Markus Eidmann und Hans-Peter Ortmann. Die Position des 2. Vorsitzenden ist zurzeit nicht besetzt.