Flüchtlinge kommen erst in dieser Woche nach Querenburg

Das ehemalige Priesterseminar wird zur Flüchtlingsunterkunft.
Das ehemalige Priesterseminar wird zur Flüchtlingsunterkunft.
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das ehemalige Priesterseminar in Querenburg wird frühestens ab Montag dieser Woche als Erstunterkunft für Asylbewerber genutzt.

Bochum.. Frühestens am Montag werden die ersten Asylbewerber in das ehemalige Priesterseminar in Querenburg einziehen. Der Plan, das Gebäude schon seit dem Wochenende als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, wurde kurzfristig fallengelassen.

Wie berichtet, hat das Akademische Förderungswerk (Akafö) den Alarmruf der Landesregierung erhört und der Bezirksregierung das einstige Priesterseminar an der Kollegstraße für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Das Akafö hatte das Anwesen 2013 vom Bistum Essen gekauft und zum Studentenwohnheim umgewandelt. Derzeit wohnen dort 25 Studenten.

Ankündigung war offenbar voreilig

Die Ankündigung aus Arnsberg, dass bereits ab Samstag Flüchtlinge einquartiert werden sollen, war offenbar voreilig. „Es hat sich herausgestellt, dass zunächst noch die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden muss“, berichtete am Sonntag Akafö-Sprecher Peter van Dyk. Wie es heißt, sollen im Außenbereich WC-Container aufgestellt werden. Dazu seien Strom- und Wasseranschlüsse erforderlich. Die vorhandenen Toiletten und Waschgelegenheiten reichten für die 140 erwarteten Flüchtlinge nicht aus, so van Dyk. Derweil hat das DRK, das die Unterkunft betreuen wird, die Räume eingerichtet. 33 Mitarbeiter waren am Samstag im Einsatz. Auch in der Bibliothek wurden Betten aufgestellt.

Bezirksbürgermeister Helmut Breitkopf-Inhoff (SPD) begrüßt die Nutzung des Wohnheims als vorübergehendes Flüchtlingsheim ausdrücklich. „Es ist dafür gut geeignet, allemal besser als Klassenzimmer oder Turnhallen.“ Gleichwohl werde es schwierig, eine angemessene Begrüßungskultur zu entwickeln. „Es gibt dort keine Nachbarn. Das Gebäude ist total abgelegen.“

Unterdessen wird im Rathaus die Suche nach weiteren Unterkünften fortgesetzt. „Wir schauen derzeit, wo Flüchtlinge in der Stadt sonst noch untergebracht werden können“, erklärt Sprecher Thomas Sprenger.