Flohmarkt am Hardenberghaus mit internationalem Flair

Annika Ludes schaut sich am Stand von Julia Kolb und Kira Maiwald (rechts) im Hardenberghaus  auf dem Studierendenflohmarkt um. Der Flohmarkt ist vor allem für Neuankömmlinge in Bochum interessant, da viele heimkehrende Kommilitonen hier ihren Hausrat verkaufen. Studierende können dabei eine gesamte Wohnungseinrichtung loswerden.
Annika Ludes schaut sich am Stand von Julia Kolb und Kira Maiwald (rechts) im Hardenberghaus auf dem Studierendenflohmarkt um. Der Flohmarkt ist vor allem für Neuankömmlinge in Bochum interessant, da viele heimkehrende Kommilitonen hier ihren Hausrat verkaufen. Studierende können dabei eine gesamte Wohnungseinrichtung loswerden.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Sehr beliebt ist der studentische Flohmarkt am Akafö-Hardenberghaus. Viele Studierende decken sich hier mit hippen Klamotten ein.

Bochum..  „Hier wird heute auf Deutsch, Englisch und Chinesisch gehandelt. Diese bunte Mischung finde ich genial“, sagt Wanyi Tang. Denn dieser Flohmarkt, den die 28-jährige Akafö- Mitarbeiterin organisiert hat, ist international und richtet sich besonders an Studierende. Ein Grund, warum der Verkauf an diesem Sonntagmorgen im Saal des Wohnheims Hardenberghaus erst um elf Uhr startet. So kann nach kurzen Samstagnacht auch nach dem Ausschlafen noch gestöbert werden.

„Die Uhrzeit ist immer noch zu früh“, meint Nadja Hamelmann. Zusammen mit einer Freundin verkauft sie Klamotten, die nicht mehr passen oder gefallen, alten Schmuck, Bücher, die sonst im Regal verstauben und all die Dinge, die sie spontan zusammen gesucht haben. „Es sind noch nicht viele Leute da gewesen“, bedauert die Studentin.

Johannes Proebsting hingegen hat bereits fünf gute Fänge gemacht. Der 22-Jährige hat gleich mehrere Bücher zu einem guten Preis gekauft. Darunter ein Kurzgeschichtenband mit dem provokanten Titel „Fickt euch alle“. „Die Verkäuferin meinte die Geschichten seien ekelhaft und lustig“, erzählt der Student. Diese Beschreibung findet er interessant. Wenn ihn das Buch nicht überzeugt, ist er ansonsten mit einem Bestseller des Kultautors Nick Hornby auf der sichereren Seite. „Mein Vater schwärmt immer von Hornby, also habe ich zugegriffen.“

Insgesamt gibt es acht Stände, an denen um ausgegrabene Schätze gehandelt wird. „Die Verkäufer haben tolle Sachen dabei, die die Studierenden gut gebrauchen können“, stellt Organisatorin Wanyi Tang fest. So wie es laufe, sei sie zufrieden, obwohl eigentlich vier weitere Stände in dem Saal Platz gehabt hätten. „Es ist Semesterende und viele sind im Stress wegen der Klausuren und Hausarbeiten.“

Sie selbst studiert Sprachlehrforschung an der Ruhr-Universität und lebt seit fünf Jahren in Deutschland. In ihrem Heimatland China gäbe es auch Flohmärkte, aber die Organisation sei anders. „In China ist es unkomplizierter eine solche Veranstaltung stattfinden zu lassen. Dafür ist hier die Organisation besser – typisch Deutsch“, weiß die Studentin nun aus eigener Erfahrung.