"Fleckenteufel" startet in der Zeche
05.05.2009 | 09:33 Uhr 2009-05-05T09:33:00+0200
Am Dienstag 5. Mai ist der Literat Heinz Strunk in der „Zeche” zu Gast. Roof-Chef Bernd Kowalzik möchte mit der Lesung eine neue Litaratur-Reihe etablieren.
Bernd Kowalzik ist Chef und gleichzeitig die „Seele” von Roof Music. Darum hat er sich nie mit dem Erreichten zufrieden gegeben, sondern in seinem Label nicht nur musikalischen Könnern von Grönemeyer (ganz am Anfang) bis Götz Alsmann eine Heimat gegeben - auch das gesprochene Wort fand bei Roof Music unter dem Seitenzweig „Tacheles!” ein Domizil. Dort las Hilde Knef ihren „Geschenkten Gaul” oder Katharina Thalbach Shakespeare.
Nicht von ungefähr
So kommt es nicht von ungefähr, dass Bernd Kowalzik gemeinsam mit der Zeche nunmehr eine Lesereihe ins Leben ruft. Um die Schwierigkeit wissend, dass reine Lesungen heutzutage beim größeren Publikum einen nicht leichten Stand haben, beginnt die Reihe mit einem klingenden Namen: Am heutigen Dienstag, 5. Mai, liest ab 20 Uhr in der Zeche der Erfolgsautor Heinz Strunk aus seinem Roman „Fleckenteufel”.
Strunk hat mit diesem Buch Furore gemacht; nun kann das Publikum aus erster Hand erfahren, ob der Wirbel zurecht entfacht worden ist.
Die "Zeche" mit aufgebaut
Kowalzik hat die „Zeche” in der jetzigen Form mit aufgebaut. Darum ist es ihm ein „persönliches Anliegen”, in das Zechen-Programm Literatur (Lesungen) und Kleinkunst einfließen zu lassen. Bernd Kowalzik erinnert sich: „Diese Inhalte sind in der Zeche nicht neu.” In den 80er und auch noch in den 90er Jahren habe es eine Reihe von literarischen Veranstaltungen gegeben, „für die ich damals verantwortlich zeichnete”. Auch um Arbeiterliteratur ging es damals, der Zeit entsprechend. Andere Lesungen stellten Autoren von Wolfgang Welt bis Erich Fried vor; die Kleinkunst war damals vertreten u.a. durch Helge Schneider und Hanns-Dieter Hüsch.

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