Flammen zerstören Praxis für Physiotherapie in Bochum

Rußgeschwärzt ist die Praxis für Physiotherapie von Sohrab Papahn an der Wittener Straße.
Rußgeschwärzt ist die Praxis für Physiotherapie von Sohrab Papahn an der Wittener Straße.
Foto: Olaf Ziegler/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im mindestens mittleren fünfstelligen Euro-Bereich soll der Schaden nach dem Brand in einer Physiotherapie-Praxis liegen. Der Inhaber ist ratlos.

Bochum.. Sohrab Papahn steht vor den Trümmern seiner Existenz: „Es ist ein Gefühl, als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen worden wäre“, sagt der 29-Jährige. Im November 2011 hat der Bochumer seine Praxis für Physiotherapie unter dem Namen „Physio-4 You“ an der Wittener Straße 102 eröffnet.

In der Nacht auf Donnerstag hat es dort heftig gebrannt, nach Angaben der Feuerwehr wohl über einen längeren Zeitraum. Allein Sauerstoffmangel habe verhindert, dass sich die Flammen noch weiter ausbreiten konnten. Menschen hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise nicht in der Praxis auf.

Anwohner meldeten Brand der Feuerwehr

Als Papahn seine Praxis am Morgen in Augenschein nimmt, ist die Polizei schon da und die Feuerwehr längst wieder weg. Relativ schnell hat sie das Feuer im vierten Stock des Wohn- und Geschäftshauses unter Kontrolle gehabt. Um 6.25 Uhr hatten Anwohner der Feuerwehr den Brand gemeldet.

„Alles ist schwarz, die ganze Praxis, die Böden sind verbrannt“, berichtet Papahn, „nur noch an der Decke ist Putz.“ Außerdem seien die elektrischen Geräte schwer in Mitleidenschaft gezogen. Verbrannt sind auch die Patienten-Akten. Papahn hofft, dass sich wenigstens die Festplatte aus dem Rechner retten lässt, auf der die Kontaktdaten seiner Kunden gespeichert sind. Es werde sich Wochen, vielleicht Monate hinziehen, fürchtet der Physiotherapeut, bis er dort wieder arbeiten kann: „Wir müssen gucken, wie lange das dauert“, sagt Papahn ratlos.

Polizei hat Ermittlungen zur Ursache aufgenommen

Im mindestens mittleren fünfstelligen Euro-Bereich liege der Sachschaden, schätzt Papahn. Er ist versichert, aber auch die entsprechenden Verträge lagerten bis zum Brand in der Praxis. Wogegen sich Papahn nicht versichert hat, ist der nun drohende Verdienstausfall: „Und wie soll ich meine Mitarbeiter bezahlen?“ Drei Voll- und eine Teilzeitkraft arbeiten dort.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache inzwischen aufgenommen. Erste Anzeichen deuten auf einen technischen Defekt an der Rezeption hin, dort, wo die Flammen am Donnerstag ihren Ausgang nahmen.

Für die Dauer der Renovierungsarbeiten sucht Papahn ein Ausweichquartier für seine Praxis: Anbieter können sich bei ihm unter 0177 / 78 44 765 melden.