Film macht Pogrom von Rostock zum Thema

Am 22. Januar startet im Kino Endstation im Bahnhof Langendreer der Spielfilm „Wir sind jung. Wir sind stark.“, in dem es um die Pogrome in Rostock-Lichtenhagen 1992 geht. Zusammen mit der Initiative „Langendreer gegen Nazis“, dem Förderverein Lieblingskino e.V. und dem Verein „Langendreer hat’s“ wurde ein Begleitprogramm für Schulklassen auf die Beine gestellt.

Am 26. und 27. Januar besteht die Möglichkeit, Sondervorstellungen mit Anwesenheit des Regisseurs Burhan Qurbani und zwei der Schauspieler/innen zu besuchen. Es wird zudem ein Material- und Arbeitspaket für den Unterricht zur Verfügung gestellt.

„Wir sind jung. Wir sind stark“ erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln von den Tätern und den Opfern des 24. August 1992, als im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen Brandanschläge gegen Asylbewerber und vietnamesische Arbeiterinnen verübt wurden – unter dem Applaus mehrerer hundert Schaulustiger.

Andrea Busche, SPD-Bezirksbürgermeisterin im Bochumer Osten: „Die jüngsten Ereignisse zeigen, wie wichtig es ist, Schüler aufzuklären. Der Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Nürnberg und die Pegida-Aufmärsche machen den Film aktueller denn je. Alle weiterführenden Schulen sollten die Gelegenheit wahrnehmen, sich ihn anzusehen.“