Feuer im Bochumer Ausflugslokal wurde wohl gelegt
14.03.2010 | 15:53 Uhr 2010-03-14T15:53:00+0100
Bochum. Erstmals äußerte die Polizei am Sonntag den Verdacht, dass eine Brandstiftung die Ursache für das verheerende Feuer, das das Lokal Borgböhmers Waldesruh vollständig zerstörte, sein könnte. Den ganzen Tag über hatten Spezialisten in den Trümmern nach Spuren gesucht.
Gleich am Sonntagmorgen nahm ein unabhängiger Brandsachverständiger die Arbeit in den verkohlten Trümmern des Ausflugslokal auf. Die Polizei unterstützte die Arbeit des Spezialisten mit besonders geschulten Brandspürhunden. Die Tiere sind in der Lage, auch die kleinsten Spuren von Brandbeschleunigern - etwa Benzin oder andere leicht brennbare Flüssigkeiten - zu identifizieren. Offenbar haben sich bei der stundenlangen Suche in den Trümmern die Hinweise auf eine Brandstiftung verdichtet. Polizeisprecher Frank Plewka: „Bevor jedoch ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen bekannt gegeben wird, müssen erst alle Erkenntnisse zusammengetragen werden.“
Trotzdem ruft die Polizei jetzt die Bevölkerung auf, jeden Hinweis auf einen möglichen Brandstifter umgehend der Polizeibehörde Bochum, Tel. 0234/909-0 mitzuteilen. Insbesondere seien Beobachtungen interessant, die sich auf den Freitag (als es dort zum ersten Mal brannte) und den frühen Samstagmorgen beziehen. Die Ermittlungen, so der Stand vom Sonntagabend dauern derzeit noch an.
Wehren aus Bochum, Witten, Herne und Essen im Einsatz
Das traditionsreiche Ausflugs- und Esslokal „Borgböhmer’s Waldesruh“ in Bochum-Sundern war am Samstag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Um 7.34 Uhr ging der erste von vielen Notrufen bei der Feuerwehr ein. Nur neun Minuten später traf der erste Löschzug der Berufsfeuerwehr ein.
Die Feuerwehr löste sofort Großalarm aus. Rund 90 Einsatzkräfte der Bochumer Berufsfeuerwehr, unterstützt von Feuerwehrleuten aus Witten, Herne und Essen, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Bochum bekämpften unter schwierigen Bedingungen den Großbrand. Dabei setzten die Wehren bei ihrem massiven Löschangriff insgesamt acht Strahlrohre, einen Wasserwerfer und ein Wenderohr über eine Drehleiter ein.
Feuer hatte sich ungewöhnlich schnell ausgebreitet
Bis eine Wasserversorgung über Hydranten sicher gestellt war, deckten Tankfahrzeuge den enormen Wasserverbrauch. Doch trotz dieses Großaufgebotes konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass die beliebte Gaststätte mit ihrer mittlerweile über 120-jährigen Tradition völlig zerstört wurde. Feuerwehrchef Dirk Hagebölling verschaffte sich während der Löscharbeiten einen Überblick: "Es ist ungewöhnlich, wie schnell sich der Brand ausgebreitet hat." Er schätzt, dass sich die Nachlöscharbeiten noch bis zum Sonntag hinziehen. Es flackerten immer wieder kleinere Brandnester in den Trümmern auf.
Früh am Morgen stand eine mehrere hundert Meter hohe, dichte schwarze Rauchsäule über Sundern. Die Flammen waren bis zur anderen Ruhrseite gut zu sehen. Ein Streifenwagen der Polizei, der nur wenige Minuten nach dem ersten Löschfahrzeug vor Ort war, konnte nicht mehr bis zum Gebäude kommen, so dicht war der Rauch. Die Beamten sperrten die Blankensteiner Straße bereits an der Heinrich-König-Straße ab. Die Bogestra wurde informiert, da auch der Busverkehr umgeleitet werden musste. Im Bereich von Sundern und Weitmar beklagten sich etliche Anwohner über massive Geruchsbelästigungen. Doch vorsorgliche Messungen, so die Feuerwehr, haben eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung ausgeschlossen.
"Ich musste mit ansehen, wie das alte Schaukelpferd verbrannt ist."
Küchenmeister Gerd Borgböhmer, der gemeinsam mit seinem Bruder Heino das Restaurant führt, steht erschüttert vor den Trümmern des Anwesens. Das Familienwappen am Giebel des 1842 erbauten Stammhauses hing in Fetzen, ist vom Feuer völlig zerstört. Die Fenster sind zum Teil geschmolzen, zum Teil geborsten. Die 82-jährige Gerda Borgböhmer, die mit ihrem schwerkranken gleichaltrigen Mann Heinz nur wenige Meter von der Gaststätte lebt, rief ihren Sohn am Morgen an. Heinz und Gerda Borgböhmer hatten vor über 30 Jahren aus der kleinen Gastwirtschaft das jetzt zerstörte und so beliebte Restaurant geschaffen.
"Ich musste mit ansehen, wie das alte Schaukelpferd, das meine Eltern mal gekauft haben, verbrannt ist. Jetzt sind nur noch ein paar Eisenteile übrig." Er muss schlucken: "Wir haben doch so viele Stammgäste, manche feierten ihre Taufe, dann die Konfirmation und später die Hochzeit und sogar die Goldene Hochzeit bei uns", sagt der 52-Jährige.
Neben ihm steht der 57-jährige Oberkellner Delfried Schmidpeter. Er hatte am Freitagabend frei, war nicht im Dienst. Er ist genauso getroffen wie sein Chef. "Ich arbeite gerne hier." Mit ihm sind viele der insgesamt 25 Beschäftigten gekommen, um einfach nur da zu sein. Sie haben an diesem Samstag mehr als ihre Arbeit verloren.
Flammen an drei verschiedenen Stellen
Die Umstände, Dirk Hagebölling deutet es an, sind ungewöhnlich. Vor allem, wenn die Tatsache, dass es bereits am Freitag gegen 10 Uhr ein Feuer am Haus Waldesruh gab, herangezogen wird. Vergeblich versuchten die Mitarbeiter am Freitag brennende Pavillons, die im Winter in einem offenen Gang gelagert werden, zu löschen. Die Feuerwehr musste ausrücken, konnte da noch Schlimmeres verhindern. In diesem Fall wird von Brandstiftung ausgegangen.
Ob auch das verheerende Feuer vom Samstag auf einen Brandstifter zurückzuführen ist? Gerd Borgböhmer ist sich sicher. "Als ich kam, war an drei verschiedenen Stellen im Gebäude Feuer zu sehen. Wie ist das möglich?", fragt er. Feuerwehr und Polizei halten sich noch zurück, was Aussagen zur Ursache des Feuers angeht. Ein Sachverständiger wird bereits am Sonntag vor Ort erwartet, um in den Trümmern nach Spuren zu suchen.
Aus der Reihe der Schaulustigen fragt jemand Gerd Borgböhmer: "Du wirst das doch wieder aufbauen, oder?" Der zuckt nur die Schultern, der Schock sitzt noch zu tief.

15:22
Warum Oh Gott Zu meiner Meinung ist doch wahr .Gott hat damit nichts zu tun,sonst hätte er die Familie bestimmt beschützt. Otilie schmeißt doch genug Geld zum Fenster raus ,warum nicht als Zinslosen Kredit für einen Bochumer der in Not geraten ist. Warum immer nur für Mißt oder ins Ausland . Anscheinend , scheint es Ihnen ja sehr GUT ZU GEHEN (von telli) sonst würden Sie so einen Kommentar nicht von sich geben ..Auserdem dachte ich das ums das Grundgesetz doch die freie Meinungsäuserung zu teil kommen läßt .warum müssen Sie so eine negative Äuserung von sich geben .Wenn Sie genug Geld haben verschenken Sie doch was davon an Bedürftige DAS wird Gott Ihnen gutheissen .Und das mit den Geschäftsleuten stimmt doch auch die suchen doch ständig Hintertürchen um das Finanzamt zu besch...... oder ?????Dann kann man auch spenden .Das ist dann sogar erlaubter Steuerbesch... Und wenn die Stadt zu viel Geld hat kann man auch statt dem blöden Konzerthaus mal ne Schule oder einen Kindergarten sanieren aber nein die werden lieber GESCHLOSSEN und die Sahneteilchen an Immobilien verhöckert.Aber was soll ich mich da aufregen mit Ihre Aussage ;;oh Gott kann man sehen das wir sehr viele KLEINGEISTER in unserer Stadt haben -EigendlichSCHADE
Liane Miertzsch
12:04
oh gott, kann man da nur zum vorigen Artikel sagen.
23:31
Ich finde es sehr schade mit dem Brand .Es trifft vorallem die Familie.Wir waren im Okt.noch zu Geburtstag unserer Staatsanwältin AD eingeladen .Es hat uns dort sehr gut gefallen und ich bin mal der Meinung wenn DIESE Klientell dort verkehrt kann es nicht schlecht sein.Das essen war vorzüglich & die Bedienung war auch auf Zack.Es war Sauber und die Einrichtung hat uns sehr gut gefallen .Ich hoffe nur das es nach dem Neuaufbau nicht MODERN wird.Die alten Stielmöbel machten das Haus Borgböhmer aus.Hoffendlich bekommen SIe auch wieder so eine Einrichtung .Toll wäre wirklich wenn das Geld für das blöde Konzerthaus Borgböhmers gegeben würde .Denn die Bochumer brauchen son MIßt nicht ,wer ins Konzert möchte kann auch nach Essen fahren .Möbelhäuser aus Bochum & Umgebung die tolle Stielmöbel -Biedermeier oder Chippendale Möbel führen sollten sich doch mal überlegen ob der eine oder andere nicht mal nen paar tolle Tische & Stühle Sponson sollte.-Borgböhmer ist -war nicht nur ein Lokal sondern eine Legende. wenn jeder hilft auch Tapeten &Teppichläden geht es doch alles etwas schneller.Sonst wird doch auch immer was für die Steuerabschreibung gesucht . Und dort wäre es wirklich angebracht. Warum wird denn immer nur mit dem DICKEN SCHECK INS AUSLAND GEFAHREN ;VOR UNSERER TÜR IST GENUG ARMUT &ELEND .Mann sagt doch immer jeder ist sich selbst ,nur Bochum nicht .Beim Eickelbeck hätte es sonwas nicht gegeben ,der hätte sich für seine Stadt &Bewohner eingesetzt .-Ich spreche aus eigener erfahrung . DerWAR _IST EIN MENSCH EINER VON UNS:.Na Bochumer denkt mal darüber nach.
17:17
Wer weiß etwas über die Bilder des Nachbarn und Künsters Kuno Gonschior, der in der Nacht nach dem Brand plötzlich verstarb und seine Bilder
in der Gaststätte gern ausstellte? Wieviele Bilder
des Künstlers befanden sich zum Zeitpunkt des
Brandes in dem Gasthaus? Waren die Bilder
versichert?
15:06
Wir waren immer wieder gerne mit unseren Großeltern bei Borgböhmer essen.
Es tut weh, zu wissen, dass wir dies in Zukunft nicht mehr können.
Der Familien und den Angestellten viel Kraft, um das alles zu verarbeiten und danke für die vielen schönen Stunden und leckeren Essen!
10:59
Geile Nummer das hier die ganzen Hobbyermittler gerne Herrn Borgböhmer die Brandsache in die Schuhe schieben wollen. Beweisen sie es doch! Können sie nicht? Dann lieber nichts schreiben. Die Feuerwehr wird schon Ihren Grund gehabt haben warum dort keine Brandsicherheitswache aufgestellt worden ist. Auch der Vergleich mit einem Mülleimer ist nicht ganz OK aber geht in die richtige Richtung. Die Polizei wird auch streife gefahren sein aber auch in Bochum gibt es auch andere Brennpunkte.
Rauchmelder hätten in einem Gebäude der Art nur was gebracht wenn sie mit einer BMZ und einer Alarmschleife mit der Feuerwehr verbunden wären. Dann hätte der Brand vielleicht etwas schneller bemerkt werden können. Über die Geschwindigkeit der Ausbreitung sagt das aber nichts aus.
Also um zum Ende zu kommen sollte man erst überlegen bevor man was schreibt und Leute beschuldigt. Für Inhaber,Personal und Gäste ist ein solcher Brand immer schlimm!
00:50
Die Finanzbücher und Konten der Firma Borgböhmer sollten zwingend vom Finanzamt oder Staatsanwaltschaft untersucht werden.
Warm saniert??
Michael Beckmann
22:23
Ist die Minigolfanlage hinter dem Gebäude auch von dem Brand betroffen?
22:00
Nun einen Vergleich zwischen einem Mülleimer oder Kleidercontainer und einem Restaurant aufzustellen finde ich sehr albern.....zumindeatens hätte die Polizei doch die nächste Nacht Streife fahren sollen, aber Sparmaßnahmen in allen Bereichen...armes Deutschland !!!
21:31
@52
Ich muss da dem Beitragenden 53 recht geben. Wenn die Feuerwehr bei jeder Brandstiftung eine Brandwache stelle muss, kann die Stadt jedes Jahr ca. 200 Feuerwehrmänner einstellen, die jeden schonmal angezündeten Mülleimer, Kleidercontainer oder ähnliches bewachen.
Denk realistisch.