Festbesucher drohte bei „Kemnade in Flammen“ abzustürzen

Einsatzkräfte der Feuerwehr und des DRK bringen den verunglückten Mann in Sicherheit.
Einsatzkräfte der Feuerwehr und des DRK bringen den verunglückten Mann in Sicherheit.
Foto: DRK Witten
Was wir bereits wissen
Ein Besucher des Volksfestes „Kemnade in Flammen“ musste von Feuerwehr und DRK von einem steilen Hang gerettet werden; er drohte abzustürzen.

Bochum.. Feuerwehr und DRK mussten beim Volksfest „Kemnade in Flammen“ in der Nacht zu Sonntag einen Mann retten, der von einem bewaldeten Hang an der Oveneystraße abzustürzen drohten. Der Besucher des Festes, ein Mann Mitte 20, war den Angaben zufolge gegen Mitternacht schräg auf den Hang hochgestiegen. Ob er eine Abkürzung nehmen wollte oder einen anderen Grund für seinen gefährlichen Weg hatte, ist unbekannt.

Jedenfalls verlor der Mann, der alkoholisiert gewesen sein soll, an einer steilen Stelle den Halt, rutschte etwas ab und blieb in sechs Metern Höhe hängen. Das nicht weit entfernte DRK, das das Volksfest mit 85 ehrenamtlichen Kräften begleitete, erkannte die Notlage des Mannes. Ein Sturz auf die Baumstämme unter ihm hätte schlimme Folgen haben können.

DRK-Retter leuchteten den Hang aus und kletterten – gesichert an einem Seil – den Hang hoch. Oben fixierten sie den Mann mit einem so genannten Rettungsbrett (2,05 x 0,50 Meter). Danach holten Einsatzkräfte der Löscheinheit Stiepel den Mann mit zwei Steckleiterteilen vom Hang runter. Der Rettungsdienst versorgte ihn. Mit Verdacht auf Prellungen kam der Mann ins Knappschaftskrankenhaus. Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte vor Ort. DRK-Sprecher Christian Schuh zur WAZ: „Der Mann hat Glück gehabt in dieser Situation.“

„Großteil der Erkrankungen und Verletzungen auf Alkohol zurückzuführen“

Allein am Freitag und Samstag hatte das DRK 93 Mal Hilfe leisten müssen (Platzwunden versorgen, Pflaster aufkleben, alkoholbedingte Probleme behandeln usw). 18 Menschen mussten zur Behandlung oder Diagnostik ins Krankenhaus gebracht werden. DRK-Einsatzleiter Stefan Ebner: „Einsatzschwerpunkte waren vor allem die Abendstunden am Freitag und Samstag, in denen die meisten Behandlungen und Transporte in die Krankenhäuser zu absolvieren waren.“ Und: „Leider ist ein Großteil der Erkrankungen und Verletzungen, die unsere motivierten und gut ausgebildeten Helferinnen und Helfer versorgen mussten, auf den übermäßigen Genuss von Alkohol zurückzuführen.“