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Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt

03.08.2012 | 17:54 Uhr
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Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
Ihren letzten Sommer erleben die Platanen an der Marienkirche. Die Straße Marienplatz wird südlich der Kirche für das Musikzentrum überbaut.

Bochum.   2003 sollten sie noch ein Naturdenkmal werden, jetzt stehen sie im Weg: die 13 Platanen rund um die Marienkirche. Wenn die Stadt am Montag dem Architektenbüro Bez und Kock den Zuschlag zum Bau des geplanten Musikzentrums in Bochums Innenstadt gibt, ist das Schicksal der Bäume besiegelt.

Bäume sind hilflose Kreaturen. Mögen sie noch so schön sein, wenn der Mensch es will, kreist die Kettensäge . Ihren letzten Sommer erleben daher zurzeit auch die dreizehn mächtigen Platanen rund um die Marienkirche an der Viktoria­straße, die Ende des Jahres 2003 noch hoffen durften, ein Naturdenkmal zu werden. Jetzt stehen sie dem geplanten Musikzentrum schlichtweg im Weg.

Die „Einstweilige Sicherstellung“ durch die Untere Landschaftsbehörde war laut Stadtbaurat Ernst Kratzsch (SPD) seinerzeit ohnehin nur ein Trick, um den von der Kirchengemeinde geplanten Abriss der Kirche zu verhindern. „Der Erhalt der Kirche ist jetzt aber gesichert und der Sturm Kyrill hat 2007 die Platanen zum Teil beschädigt“, sagt Kratzsch.

Das letzte Stündlein hat geschlagen

Wenn am kommenden Montag, 6. August, zum Abschluss des VOF-Verfahrens (VOF = Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) nun wie erwartet das Stuttgarter Architektenbüro Bez und Kock den Zuschlag zum Bau des rund 33 Millionen Euro teuren Tempels der Musik rund um die Marienkirche erhält, hat den Platanen ihr letztes Stündlein geschlagen. Kratzsch: „Wer sich den Entwurf anschaut, weiß, dass die Bäume weggenommen werden müssen.“

Nachzulesen ist das auch in einer Antwort der Stadtverwaltung an die Linken, die sich um die Bäume sorgen. Die Platanen stellten zwar „eine besondere Bedeutung für das innerstädtische Umfeld dar, erfüllen jedoch im einzelnen nicht die Kriterien eines Naturdenkmals“, heißt es. Für das Musikzentrum müssten sie weichen: „Nach derzeitigem Stand der Planung kann das Platanen-Ensemble nicht erhalten bleiben.“

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    Seite 2: Kriterien für den Denkmalschutz der Kirche sind nicht gegeben

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Kommentare
07.08.2012
23:13
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von bochumichkommausdir | #14

Lieber Herr Schmidt,Menschen sind Gott sei Dank keine wehrlosen Kreaturen und darum möchte ich ihnen meinen Glückwusch aussprechen. Ihre Mithilfe die WAZ auf Yello-Press Ebene zu bringen ist riesig. Gespannt warte ich schon auf den nächsten Reißer. Ich weiß sie werden was finden gegen das Musikzentrum und alles dafür tun, die Menschen in Bochum gegen dieses Haus aufzubringen. Egal ob es Sinn macht oder nicht,immer drauf hauen und nie ihren unglaublichen Sinn für Objektivität vergessen.

So ein Kulturredakteur haben wir uns schon lange hier gewünscht und freuen uns unglaublich das sie da sind.

06.08.2012
19:23
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.08.2012
20:10
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von fogfog | #12

wie hoch sind die vergünstigungen für die entscheider pro musikzentrum??bestimmt halber preis, frei anfahrt und freie verpflegung??korruptes volk!!

05.08.2012
19:54
Wir machen uns als Stadt die Umwelt mal so wie sie uns am besten gefällt ... :-(
von radfahrer.ruhr | #11

Hallo zusammen,
schon bemerkenswert wie unsere edle Stadtspitze mit allen Tricks und Mitteln arbeitet, um den so dringend für die Bochumer Zukunft gebrauchten Musentempel für einen geringen Teil der Bevölkerung durchzudrücken.

Wenn der Bochumer Bürger so einem privaten Projekt agieren würde, hätte dieser sicherlich ein paar Probleme mit der geballten Bochumer Verwaltungsmacht am Hals.

Scheinbar heilig der Zweck die Mittel oder heiligt das Mittel hier den Zweck?

Wenn man das Agieren der Verwaltung und der Politik so auf sich wirken lässt, da es einen nicht mehr, dass eine steigende Politikverdrossenheit gibt.

05.08.2012
08:51
@9 Vier Generationen Inzucht
von meigustu | #10

werden kaum dazu beitragen Bochum zukunftstauglich zu machen. Was architektonisch wertvoll ist entscheidet immer die Nachwelt und nicht die Experten von heute, die im Zweifelsfall Kollegen oder erbitterte Feinde derer sind, die den Zuschlag für ein Gebäude bekommen haben. Blättern sie mal durch die Architekturgeschichte. Die Kommentare die zu heute heiß geliebten und/oder als wertvoll angesehenen Bauwerke abgegeben wurden gleichen in Inhalt und Stil den Bemerkungen derer die statt einem Musikzentrum irgendwie was anderes wollen.

Dem städtischen Kleinklima ist mit 30 Neuanpflanzungen in unmittelbarer Nähe sofort mehr geholfen, als mit den alten Bäumen an einer Stelle. Langfristig wird durch diesen Trick in der Baumsatzung dafür gesorgt, dass sich die Zahl der Sauerstoffspender mehr als verdoppelt.

04.08.2012
23:48
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von GandalfDERWestfale | #9

Die alten Bäume verdecken wenigstens im Frühjahr, Sommer und Herbst wie hässlich doch die Bochumer Innenstadt ist. Da nützen auch keine Neubauten denn die Leute die das entscheiden , entscheiden sich immer für das hässlichste was hier gebaut wird.
Da nützt auch keine Opernhaus denn selbst dieses ist an hässlichkeit kaum zu überbieten.
Warum kann in Bochum nicht mal was architektonischen Wertvolles gebaut werden? Weil die Entscheidungsträger alle keine Ahnung haben und so ein Stadtbaurat schon gar nicht. Außerdem sollte es zum Gesetz werden das alle hohen Posten inkl des Oberbürgermeisteramtes nur aus Bochumer bestehen sollte die in mindesten der 4ten Generation hier wohnen und nicht so hinzugezogene Heuschrecken die nur das Geld abschöpfen wollen für die ist es ein Job und kein Beruf.
Deswegen ist es immer eine Schande wenn hier alte Bäume gefällt werden und deswegen werde ich auch immer dadrüber moppern.

04.08.2012
21:10
Peinlich, peinlich
von steude | #8

"Die „Einstweilige Sicherstellung“ durch die Untere Landschaftsbehörde war laut Stadtbaurat Ernst Kratzsch (SPD) seinerzeit ohnehin nur ein Trick, um den von der Kirchengemeinde geplanten Abriss der Kirche zu verhindern."

entweder: So geht die Stadt mit ihren Bürgern um, da wird mal kurz der Landschaftschutz bemüht, um sich gegen die privaten Rechte der Bürger (Fällung der Bäume) durchzusetzen. Jetzt nimmt die Stadt das Recht raus, was sie Privaten nicht zubilligen wollte.

oder: man behauptet jetzt, eigentlich war damals alles nur ein Trick und daher eigentlich nicht ernst gemeint, damit man jetzt entgegen der Behauptungen von damals die Platanen trotzdem fällen kann.

Egal was stimmt, beides zeigt, wie die Verwaltung die Bürger abzockt.

1 Antwort
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von Volksentscheid | #8-1

Vor Hütchenspielern wird gewarnt..in BO dagegen schaffen einige es sogar bis zum
Stadtbaurat,Kulturdezernent oder OB

04.08.2012
17:43
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von DrDr | #7

Oh ja, 13 Platanen sind aber auch echt unnerzichtbar für das städtische Klima! So langsam machen sich die Kulturverweigerer aber mal so richtig lächerlich.

2 Antworten
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von Bonnymama | #7-1

Oh ein ganz schlauer. Wer das Konzerthaus nicht möchte,ist also automatisch ein Kulturverweigerer.


Da ich gegen das Konzerthaus bin,möchte ich folgendes wissen:

Seit wann kennen Sie mich,woher kennen Sie mich und vor allem,woher nehmen Sie sich das Recht und das Wissen zu behaupten,dass ich als Gegner ein Kulturverweigerer bin?

Falls Sie keine dieser Fragen beantworten können,wovon ich stark ausgehe,gehen Sie bitte in sich und überlegen mal,wer sich hier grad lächerlich macht.

Kultur definiert sich nicht einzig und allein über ein Konzerthaus.

Und bevor Sie mit dem Finger auf andere zeigen,besuchen Sie doch mal die Volkshochschule. Ich bin sicher,das Ihnen dort auch beigebracht wird,wie man unverzichtbar schreibt.

Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von meinungsfreiheit2012 | #7-2

@bonnymam: 1a, Ihr Kommentar

wahrscheinlich ist DrDr Ottilie

04.08.2012
00:15
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von Bonnymama | #6

Bäume....pffff...was sollen wir denn mit Bäumen? Die uns am Ende eventuell noch Sauerstoff bescheren könnten. Wir bekommen Kultur,versteht Ihr....KULTUUUHUUUUUR.


Und damit die Gegner des Musentempels endlich verstehen,was man Ihnen sagen möchte,wird es nun mit der Axt an den Bäumen verbildlicht: Und bist Du nicht willig,so brauch ich Gewalt!

03.08.2012
23:31
Fast ein Denkmal, jetzt droht die Axt
von fogfog | #5

konnte man die bäume nicht cross boardern???
otti wird alt!!

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