Existenzgründer nicht allein lassen
05.01.2010 | 15:48 Uhr 2010-01-05T15:48:00+0100Die Sparkasse Bochum hat zum Jahresanfang 2010 ein „Kompetenz Center Existenzgründung” ins Leben gerufen. Damit möchte das Kreditinstitut die „Kultur der Selbstständigkeit” befördern, um so die lokale Wirtschaft zu stärken.
„Die Beratung und Kreditierung von Existenzgründern gehört seit Jahrzehnten zu unserem Geschäftsfeld”, betont Karl Jochem Kretschmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Nun habe man die Beratungstätigkeit für Unternehmensgründer personell und inhaltlich gebündelt, um damit zum Entstehen kleinerer und mittlerer Unternehmen beizutragen.
"Gründerklima" ist gut
Tatsächlich scheint es um das „Gründerklima” in Bochum trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht allzu schlecht bestellt: 87 Gründungen wurden 2009 von der Sparkasse betreut – fast so viele wie im Rekordjahr 2007, damals waren es 91. Die Sparkasse ist, was die Finanzhilfe beim Sprung in die Selbstständigkeit angeht, in Bochum klarer Marktführer: Zwei Drittel aller Existenzgründungen hierzulande laufen über das kommunale Kreditinstitut.
Geschulte Experten
Deren Gründungs-Know-How fließt in dem neu aufgestellten Kompetenz Center zusammen. Drei eigens geschulte Expert/innen helfen den Unternehmensgründern nicht nur bei der Erstellung des Finanzplanes, sondern begleiten und beraten die jungen Firmenchefs in den kritischen ersten drei Jahren ihrer Selbstständigkeit. 50 000 Euro nimmt der „klassische Gründer” durchschnittlich für den Aufbau seiner Firma in die Hand. „Vertrauen gegen Vertrauen” lautet dabei die Devise, nicht nur der Sparkassen-Banker. „Wir entscheiden über eine Betreuung bzw. Kreditvergabe in erster Linie auf der Basis der vorgestellten Geschäftsidee”, so Kretschmer. Stimme die Idee mit dem Businessplan und dem persönlichen Engagement des gründungswilligen Unternehmers überein, stehe der Zusammenarbeit kaum mehr etwas im Wege. „Wir haben engen Kontakt zu unseren Kunden, betreuen sie kontinuierlich, und wissen daher, wo es mal klemmen kann”, so Nadine Gehrke vom Kompetenz Team.
Zwei Drittel Neugründungen
Zwei Drittel der Bochumer Unternehmensstarts 2009 waren Neugründungen. Der größte Teil (44 %) fällt in den Sektor Dienstleistungen, gefolgt von Handwerk (24 %), Handel (18 %) und Freiberuflern (11 %). Der Anstieg der Gründungen ist u.a. auf eine erhöhte Zahl von Start-Ups aus dem Bereich der Bochumer Hochschulen erklärbar. „Das zeigt, das wir beim Ruhrgebietstypischen Nachholbedarf in Sachen Existenzgründungen vorankommen”, so Karl Jochem Kretschmer.

13:37
@Kynikere: Echt Klasse! Du bringst es auf den Punkt!! Lache mich hier immernoch weg. Und um der ganzen Sache einen Abschluss zu geben:
Zitat rita202: Allerdings mit diesen Sicherheiten kriegt man überall geld und braucht auch keinen Finanzplan und keine Geschäftsidee!
Das ist nicht ganz richtig!! Es gibt immernoch die persönliche Kreditwürdigkeitsprüfung einer Bank, die mit der persönlichen und fachlichen Eignung und der Person des Kreditnehmers im Ganzen zu tun hat. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich Banker wäre und mir jemand gegenüber sitzt, der mir so einen Blech erzählt, wie ich von einigen hier lese, würde ich diese persönliche, fachliche Eignung ein Unternehmen leiten zu können, mal extremst in Frage stellen. Ergebnis: Ablehnung auch mit Sicherheiten! Vielleicht hat es daran gelegen....
16:23
Also ich habe auch noch nicht gehört, dass ein Habenichts, Student oder Arbeitsloser Geld von der Sparkasse bekommen hat - mit überzeugendem Finanzplan oder Geschäftsidee hin oder her. Keinen interessierts: Wer kein Geld hat - kriegt auch keins!
16:19
Ohne Omas klein Häuschen oder einen solventen Bürgen braucht man gar nicht bei der Sparkasse aufzulaufen. Allerdings mit diesen Sicherheiten kriegt man überall geld und braucht auch keinen Finanzplan und keine Geschäftsidee!
15:06
Fazit: Gäbe es keinen Staufenberg, hätten wir hier im Forum viel weniger zu lachen. Endlich mal jemand, der den vollen Durchblick hat. Danke!
14:10
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14:03
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13:13
Fazit: Gäbe es keine Sparkassen, dann gäbe es auch keine Landesbanken und dann gäbe es in Deutschland auch keine Bankenkrise! Abgesehen von der Commerzbank und Postbank! Die Deutsche Bank brauchte den Rettungsschirm wie bekannt ja nicht und steht super da! Übrigens eine Existenzgründung ist immer mit einem risiko verbunden, eine Bank die jegliches Risiko scheut, kann auch unmöglich eine Existenzgründerbank sein. Also was soll der Quatsch mit dem „Kompetenz Center Existenzgründung”?
10:21
lieber Tottto,
hoffentlich wirst Du nicht von den Sparkassen unterstützt!
Einen Finanzplan zu erstellen ist die eine Seite, wissen oder spüren was im Markt los ist, die andere.
Kein Banker kann das, am wenigsten das Kompetenzteam
08:10
Lieber Stauffenberg, mach Dich schlau, bevor Du Dich in einem Internet-Portal öffentlich äußerst!!! Sicherlich haben die Landesbanken - wie von Dir genannt bspw. die WestLB - enorme Verluste gefahren. Aber gerade die Sparkassen sind es, die als Eigentümer mit Ihrem eigenen Kapital und somit aus eigenem Geld diese retten werden. (Anmerkung: Bochum zahlt sicherlich keine HUNDERTE von Millionen!! Lies Zeitung, dann bist Du informiert) Wenn es hier nach Deinen Unternehmensvorstellungen gehen würde - siehe 1. Eintrag Zitat Risikokapital ist ein Fremdwort! Ohne Oma Klein- Häuschen als Pfand oder einen Bürgen (würg) läuft da garnix! könnten nun auch die Sparkassen sagen: Ich haften? Ich bürgen? Nein, nein, das tragen wir auf dem Rücken der Allgemeinheit aus! Den Schaden können ja die anderen tragen!
Im Vergleich: Eine Commerzbank, deren damaliger Aufsichtsratsvorsitzender - mir fällt leider der Name gerade nicht ein - hat damals gegen die Gewährträgerhaftung der Sparkassen gewettert wie verrückt und hat Politik gegen die Sparkassen in Deutschland gemacht. Die Sparkasssen hätten einen Wettbewerbsvorteil und und und. Wer war denn die erste Bank, die nach einer Hilfe von Vater Staat gerufen hat?? Die Commerzbank war es. Sie stellte fest, dass sie finanzielle Probleme hat - komischerweise hatte sie diese angeblich einige Monate vorher als es um den Kauf der Dresdner Bank ging nicht!!!
Was ist sagen will ist: Macht Euch schlau über das 3-Bankensystem in Deutschland. Packt nicht immer alle Banken in einen Sack. Gerade die Volksbanken und die Sparkassen haben in der Finanzkrise bewiesen, dass sie gute und vertrauenswürdige Banken sind. Es ist wichtig, dass Deutschland ihre Sparkassen in der Form behalten wie sie sind! Denn die tuen was für die Region! Oder glaubst Du, eine Großbank kümmert sich um Existenzgründungen? Da bekommt man nicht einmal einen Termin für so etwas. Oder besser noch: Wer spendet denn jedes Jahr Millionen für Kindergärten, Sportvereine, Spielplätze, Schulhofgestaltungen, Behindertensportgemeinschaften, und und und! Nicht die Großbanken! Ich meine mich erinnern zu können, dass die Sparkassen in 2008 145 Millionen alleine für solche Zwecke GESPENDET haben. Von daher ist viel Wahres dran wenn es heißt: SPARKASSE. GUT FÜR DEUTSCHLAND !!!
23:38
Lieber Trotto, ist es nicht so dass gerade die Landesbanken in der Finanzkrise die größten Verluste gemacht haben? Die WestLB in NRW hat Miliardenverluste mit Lehman Zertifikaten und Spekulationen in den US-Immobiliemarkt gemacht! Und wem gehört die WestLB? Ja, den Sparkassen. Heute tut Volker Goldmann so ob er mit der ganzen Sache nix zu tun hat. Leider muss aber die Sparkasse Bocum 100te Millionen Euro in die Stützung der WestLB zahlen. Da die Sparkasse Bocum an dem Desaster mitverantwortlich ist! Stimmts?