Ex-Betrüger blieb neue Strafe erspart
15.05.2007 | 03:25 Uhr 2007-05-15T03:25:00+0200Strafgefangener sollte auch weitere Geschäftspartner übers Ohr gehauen haben. Er hatte eine Show-Agentur
Obwohl er zurzeit wegen Betruges und Unterhaltspflichtverletzung eine Haftstrafe verbüßt, musste ein 39-jähriger Bochumer gestern erneut wegen vieler mutmaßlicher Gaunereien vors Schöffengericht.
Der kräftige, aber untrainiert wirkende Mann hatte bis vor wenigen Jahren eine Agentur für Shows und Veranstaltungen. Damit sollte er mehrere Partner übers Ohr gehauen haben. Er sollte Rechnungen geprellt oder vereinbarte Leistungen nicht erbracht haben. Mehrere tausend Euro Schaden soll er hinterlassen haben. Zudem soll er eine Autowerkstatt und seinen Vermieter auf ihren Forderungen sitzen gelassen haben. Vor all den Geschäften (im Jahr 2004) soll er bereits zahlungsunfähig gewesen sein.
Der Angeklagte stritt aber jeden Betrugsvorsatz ab. Für alle nicht erfüllten Leistungen hatte er vollmundige Erklärungen, die er im Brustton der Entrüstung vortrug. Im Saal verfolgten mehrere Zuschauer seinen Prozess; sie sagten, auch sie seien seine Gläubiger.
Am Ende waren sie aber unzufrieden. Das Gericht stellte das Verfahren mit Blick auf seine laufende Haftstrafe ein. Ob er schuldig war, blieb trotz vieler Zeugenbefragungen in der Schwebe. Man müsse ihm einfach glauben, dass er die Wahrheit sage, meinte er nachher. Seine Haft muss er noch bis Juli '08 abbrummen. Gestern hatte er extra frei. B.Ki.

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