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Erstmal Dortmund abwarten

01.04.2008 | 20:14 Uhr

Die Loveparade rückt näher. OB Scholz und die Wirtschaftsförderer suchen nach einer geeigneten Strecke für Bochum und nach einem Platz für die Abschlusskundgebung. "So ideal ist das alles nicht", sagt die OB

So viele Menschen wollen organisiert werden. Zur Ruhrgebietspremiere der Loveparade kamen 2007 laut Veranstalter mehr als eine Million Menschen nach Essen. Foto: WAZ-Archiv, Kokoska

Essen hat's vorgemacht, in diesem Jahr muss Dortmund nachlegen. Die Loveparade macht das Revier munter. So auch Bochum, denn durch diese Stadt soll der Liebeszug im Jahr 2009 ziehen. Soll, denn zuvor sind noch so einige Fragen zu klären. Unter anderem die nicht unerhebliche nach einer geeigneten Strecke und einem Platz für die Abschlusskundgebung der musikalischen Massenveranstaltung. Nach Veranstalterangaben sind mehr als eine Million Menschen im vergangenen August zum Raven nach Essen, zur Ruhrgebietspremiere, gekommen - käme nur die Hälfte davon nach Bochum, wären das 17 mal so viele Menschen, wie in ein ausverkauftes Rewirpower-Stadion passen. Und die wollen erst einmal organisiert werden.

Während sich beim Veranstalter, der Berliner Lopavent GmbH, zurzeit alles auf die Dortmund-Vorbereitungen konzentriert, ist der Stadt Bochum durchaus bewusst, dass auch ein möglicher Bochumer Termin näher rückt. "Das geht jetzt ganz schnell", sagt Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. In nächster Zeit wollen sich Loveparade-Chef Rainer Schaller und Vertreter der Stadt Bochum zusammensetzen, um über das weitere Vorgehen zu beratschlagen.

Die Vorarbeit habe Bochums Marketing geleistet, das sich das Straßen- und Infrastrukturnetz näher angesehen und Streckenvorschläge gemacht hätten. Jetzt ist die Stadt am Zuge, allen voran die Wirtschaftsförderung. Laut Stadtsprecher Thomas Sprenger soll Stadtrat Paul Aschenbrenner die Loveparade-Organisation von Seiten der Stadt federführend leiten.

Unterdessen kreisen auch im Kopf der OB schon einige Parade-Ideen herum. "Allerdings sind wir in Bochum, was die Strecken- und Platzfindung betrifft, etwas schlechter dran als Dortmund." Von Veranstalter-Seite sei eine Strecke nahe zum Hauptbahnhof wünschenswert. Dazu sollte sie noch sicher und groß genug für so viele Menschen sein. Über die Alleestraße sei schon gesprochen worden, so Scholz, auch über die Essener Straße und die Stadtautobahn NS 7. "Aber so richtig ideal ist das alles nicht."

Die Bochumer wollen jetzt erst einmal die Parade mit dem Motto "Highway to love" in Dortmund am 19. Juli abwarten. Deren Streckverlauf und Termin sind im Februar bekannt gegeben worden. "Es hängt von Ämtern, Konkurrenzveranstaltungen und den Terminen der DJs ab, wann Einzelheiten zu Bochum feststehen werden", sagt Susanne Fahim, PR-Managerin von Lopavent.

Von Kirsten Simon

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