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Erster Spatenstich fürs Justizzentrum

12.11.2012 | 18:34 Uhr
Erster Spatenstich fürs Justizzentrum
Viel zu tun bekommt der Bagger jetzt auf dem Gelände des Justizzentrums. Rechts Besucher des 1. Spatenstichs.Foto: G. Helm

Bochum.   Vor über 100 geladenen Gästen hat Justizminister Thomas Kutschaty am Montag den ersten Spatenstich für das neue Justizzentrum in die Erde gesetzt. Der 100 Millionen Euro teure Neubau soll Ende 2015 fertig sein.

Jetzt soll es mit dem neuen „Justizzentrum“ am Bochumer Ostring richtig losgehen. Nach jahrelangen Planungen haben NRW-Justizminister Thomas Kutschaty und andere Entscheider am Montag den ersten Spatenstich für das rund 100 Millionen Euro teure Großprojekt in die Erde gesetzt. Es ist eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre in der Stadt: 750 Mitarbeiter der Bochumer Justiz werden dort arbeiten. Hinzu kommen 250 Referendare.

Der Neubau nach dem Entwurf des Berliner Architekturbüros Hascher und Jehle wird sich himmelweit vom jetzigen Justizgebäude am Husemannplatz, das erst in der 70er Jahren gebaut worden war und bauliche Mängel ausfweist, unterscheiden. Er wird längst nicht mehr so hoch sein, dafür aber mehr Tageslicht hineinlassen und übersichtlicher sein. Außerdem wird der Neubau auf 43.000 Quadratmetern alle Bochumer Gerichte - Land-, Amts- und Arbeitsgericht - sowie die Staatsanwaltschaft unter seinen Dächern vereinen. Bisher ist das Arbeitsgericht am Marienplatz beheimatet. Auch die Ambulanten sozialen Dienste der Justiz (Bewährungshilfe, Führungsaufsicht) werden ins neue Justizzentrum einziehen.

Herzstück wird ein vierstöckiges Atrium mit vollflächig verglaster Fassade sein

Der Minister nannte das Projekt „eines der größten Justizzentren in NRW“. Dr. Volker Brüggemann, Präsident des Landgerichts, sagte vor über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Justiz, dass der Neubau der „Bedeutung der Justiz als dritte Gewalt im Staat“ Rechnung tragen möge. „Wir sind gespannt, wie es nach der Umsetzung der Pläne aussehen wird.“ Bis dahin dauert es aber noch mindestens drei Jahre. Erst Ende 2015 soll das Justizzentrum fertig sein.

Für das Projekt hatte das alte Gebäude des Gymnasiums am Ostring fallen müssen. Dagegen hatte es aus dem Umfeld der Schule starken Widerstand gegeben. Heute sind die Schüler im „Neuen Gymnasium“ untergebracht. Die historische Fassade der traditionsreichen Schule blieb aber stehen, um sie in das Justizzentrum zu integrieren.

Atrium wird zum Herzstück

Herzstück des Justizzentrums wird ein vierstöckiges Atrium mit vollflächig verglaster Fassade sein. Von dort geht es über Galerien in die (für alle drei Gerichte gemeinsamen) Sitzungssäle und in die einzelnen Behörden.

Bernd Kiesewetter



Kommentare
16.11.2012
14:59
In welche Richtung marschiert Bochum eigentlich?
von Schraubenm | #4

Meiner Meinung nach ist der Weg eindeutig. Es dürfte wohl nicht mehr lange dauern das die letzten Klardenkenden Menschen sich irgendwann treffen werden und dann gegen die wohl zu erwartenden Bürgerkriegsähnliche Zustände Gewaltsam vorrücken werden. Aufgerüstet wird ja schon auf „Staatsseite“. Ich sehe heute schon die „Noeppis“ vor den Wasserwerfern stehen. Wie sagt man doch so schön: Irgendwann knallt das in dieser Bananen Republik. Aber wann? und wenn dann richtig. Gott stehe diesen armen Menschen bei. Da gab es mal einen Schlauen der hat mal gesagt: Erst nehmen sie uns die Arbeit, dann das Geld, Die Bildung, dann wird sich wohl eine direkte Diktatur in diesem Land und Städten breit machen. Und alle haben gelacht. Außer einer!!

14.11.2012
11:54
Muss das sein?
von kopfhoch | #3

In welche Richtung marschiert Bochum eigentlich? Ich lese an anderer Stelle, dass ein neuer Wasserwerfer angeschafft wird, hier geht es um ein prunkvolles Justizgebäude. Auf der anderen Seite lese ich von umfangreichen Schulschließungen. Für mich wirkt das Ganze wie die Vorbereitung auf unangenehme Zeiten. Also die Reaktion auf zukünftige Gewalt. Hilfreich wäre es aber, zum Beispiel Schulen und Jugendeinrichtungen zu stärken, denn Bildung hilft im Vorfeld mehr als nachträgliches Befeuern mit Wasser oder Verurteilungen im Gerichtssaal.

12.11.2012
22:42
Erster Spatenstich fürs Justizzentrum
von Baumliebhaber | #2

Nun werden dort auch 21 alte Bäume gefällt,zudem die alten schon gefällten Bäume an der Marienkirche,über 210 zt auch Alte Bäume für eine Straßenbahnlinie die kaum eine will,wird sicher demnächst OttilieScholzlinie genannt werden,An der Uni wird ein halber Wald demnächst abgeholzt.An der Marktstraße wird auch ein kleiner Wald abgeholzt für Aldi ,in Bochum Werne auch für Aldi. In Bochum regiert keine Politik in Bochum regiert die Kettensäge.
MIr kommt es wirklich so vor als ob Bochums Führer das alte Grün weghaben haben wollen.Ist der Chefetage so kalt das sie soviel Brennholz haben wollen?
Gerade diese alten Bäume haben eine Charme an sich wovon die ganzen möchtegern Politiker von träumen kann, schade das die man nicht abholzen kann.
Es ist eine Schande.Und ich frag mich warum die Grünen zu allem ja und Amen sagen? Und das mit den Neupflanzungen steht auch nur auf dem Papier,die Stadt kann ja noch nichtmals umgefahrende Bäume neu pflanzen, aber die Rechnung stellen sie ganz schnell.

12.11.2012
19:08
Erster Spatenstich fürs Justizzentrum
von tomatenkiller_neo | #1

4 stöckiges Atrium, oh da kommen mir wieder ganz schlimme Gedanken ...

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