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Musikzentrum

Erster Spatenstich Ende April

04.01.2013 | 16:53 Uhr
Erster Spatenstich Ende April
Der Bauplatz von der Humboldtstraße aus gesehen..Foto: Gero Helm

Bochum. Hinter den Kulissen laufen die Detailplanungen für das Musikzentrum auf Hochtouren. Der Zeitrahmen bis zur Eröffnung im April 2015 ist eng gesteckt. Ende April soll auf dem Bauplatz an der Viktoriastraße ein symbolischer 1. Spatenstich erfolgen.

Noch sieht das Gelände neben der Marienkirche an der Viktoriastraße unaufgeräumt auf, Autos parken im Nieselregen, einsam wacht der Parkplatzwärter über das kahle Areal, aber spätestens in drei Monaten soll sich dort etwas regen. „Ich gehe davon aus, dass der 1. Spatenstich für das Musikzentrum Ende April stattfinden wird“, so Kulturdezernent Michael Townsend auf WAZ-Anfrage.

Feinabstimmung läuft

Gemeint sei damit allerdings eher ein „symbolischer Spatenstich“; bis die Bagger tatsächlich anrollen, könnte es nach Einschätzung des Dezernenten dann doch noch einige Wochen dauern. Auf jeden Fall werde der Bau in diesem Jahr losgehen, schließlich sei mit dem Eröffnungstermin des Musikzentrums im April 2015 eine enge Zeitmarke gesetzt.

„Wir denken das Projekt von diesem Zieltermin aus“, formuliert es Townsend. Bekanntlich ist die Maßgabe „Frühjahr 2015“ u.a. durch die zeitlich begrenzte Fördermittelbewilligung der Europäischen Union definiert.

Aktuell geht es hinter den Kulissen mit dem Feintuning des im Mai letzten Jahres auserkorenen Bauentwurfs des Architektenbüros Bez + Kock (Stuttgart) weiter. Ende Januar steht der nächste Abstimmungstermin auf der Agenda; neben den Architekten und den Fachplanern z.B. für die Akustik ist für die Stadt Bochum die Abteilung Zentrale Dienste involviert.

Diese ständig fortzuschreibende Planung bezöge sich „selbstverständlich“ auf den Stuttgarter Siegerentwurf, betont Architekt Thomas Kock gegenüber der WAZ: „Es geht jetzt um die Details. An der Ursprungsplanung hat sich nichts geändert. Es ist ja nicht so, dass der Konzertsaal-Kubus plötzlich ein Rundbau werden würde.“

Nebau eines Konzertsaals geplant

Wie berichtet, beinhaltet der Plan von Bez + Kock den Neubau eines Konzertsaals für die Bochumer Symphoniker längs der Viktoriastraße sowie einen Multifunktionssaal an der Marienstraße unter Einbeziehung der 140 Jahre alten Marienkirche, die zum Foyer und zu einem Veranstaltungsraum umgebaut werden soll.

Dabei wird der Zugang von der Marien/Viktoriastraße aus erfolgen, das frühere Kirchen-Entree an der Humboldtstraße wird nicht wieder geöffnet. Ebenfalls ungenutzt – sieht man von haustechnischen Einbauten ab – bleibt das Innere des 70 Meter hohen Kirchturmes; was aus den Glocken wird, ist ungewiss.

 In jedem Fall müssen sie - schon aus Sicherheitsgründen - aus dem Turm entfernt werden. Architekt Kock kann sich vorstellen, dass sie als „gestalterisches Element“ im neuen Musikzentrum Platz finden könnten.

Jürgen Boebers-Süßmann

Kommentare
08.01.2013
22:10
Erster Spatenstich Ende April
von bochumichkommausdir | #10

Ne stimmt nicht,das Licht wird hell sein und das Orchester spielt Freude schöner Götter Funken, weil die Bürger nämlich fast nichts für dieses Haus...
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1 Antwort
Erster Spatenstich Ende April
von stiepel1848 | #10-1

Einleitend der Hinweis, dass ich nichts gegen den Bau eines Musikzentrums habe, wenn man Geld übrig hat !!!
Die Annahme "der Bürger hat fast nichts dafür bezahlt" ist jedoch mehr als naiv.
Der Bau soll rd. 33 Mio € kosten. Bei einer angenommenen Nutzungszeit von 30 Jahren sind dies 1,1 Mio € Baukosten zuzügl. 650.000 € Betriebskosten jährlich oder 145.000 € im Monat. Auf den Tag heruntergerechnet sind dies sage und schreibe fast 5.000 €, die das hochgelobte Musikzentrum jeden Tag kosten wird.
Da man davon ausgehen muss, dass die Baukosten 33 Mio € übersteigen (Sanierung Grund und Boden, Marienkirche, Akustik u.a.), kommt auf den Bürger eine nicht überschaubare Belastung zu.
Ansonsten noch die Frage, von wem die Zuschüsse (EU, Bund, Land) letztendlich getragen werden - doch vom Bürger, der auch über die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse beteiligt ist.
Insofern bitte nicht weiter so ein dummes Geschwätz, dass der Bürger fast nichts bezahlt - die Rechnung kommt noch.

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2013-01-04 16:53
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