Erneut Irritation um die Kosten
27.06.2012 | 18:24 Uhr 2012-06-27T18:24:00+0200
Bochum. Die Stadtverwaltung hat den Ratsmitgliedern zwei Vorlagen zur „Erfüllung der Realisierungsvoraussetzungen des Musikzentrums“ zugestellt - es sind dies Beschlussvorlagen für den öffentlichen und nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung am 5. Juli. Wie berichtet, soll dann das „Go!“ für den Baubeginn erteilt werden.
Neben allgemeinen Aussagen bietet das Papier Formulierungen, die für Diskussionen sorgen dürften. So klassifiziert ein Gutachterbüro den Siegerentwurf zwar „quasi als Kosten-Punktlandung“, stellt aber eine „Kostenschwankungsbreite“ von 15 % fest; was bedeutet, dass die veranschlagten Baukosten um 5 Millionen Euro überschritten werden könnten. Die Stadt verweist auf „die Einhaltung des vom Rat vorgegebenen Finanzrahmens“; ein externer Projektsteuerer werde auf die Einhaltung des Kosten achten.
Baukostenberechnung in der Kritik
Die Vorlage ist sogleich auf Kritik gestoßen. „Die im März 2011 im Rat gemachten Auflagen werden nicht erfüllt“, stellt die Soziale Liste fest; die Berechnung der Baukosten erscheine „deutlich zu niedrig“ . „Die Einschätzung des Gutachters, dass alle Kosten eingehalten werden können, ist nicht nachvollziehbar dargestellt“, so der Fraktionsvorsitzende der Linken, Uwe Vorberg. Er will deshalb heute Akteneinsicht in die Wettbewerbsunterlagen nehmen.

18:22
Wo bleiben eigentlich die Befürworter des Projektes Konzerthaus : jetzt alle
verkrochen bis auf den ewigen Stänkerer Delhaye, der außer heißer Luft
rein gar nichts produzieren kann ?
Hopp hopp, Euer Konzerthaus generiert doch Tausende von neuen Arbeitsplätzen in
Industrie und Unterhaltung, wob bleibt Ihr denn ...
Erstmal meinen Namen richtig schreiben lernen ;-)
... und wenn der Name dann richtig geschrieben ist, finanzieren wir das Musikzentrum mit Rächtschraipkuhrsen im Foyer !
.... ach nee, geht nicht ! Wäre ja ne kommerzielle Veranstaltung, die durch EU-Mittel-Nutzung verboten ist .... schade ... und ich dachte, ich wäre so schlau !
19:48
Ist das die berüchtigte Salamitaktik? So nach und nach dem Bürger möglichst unauffällig mitzuteilen, dass die Kosten für den Bau steigen werden? Ich habe hier schon immer geschrieben das ich davon ausgehe, dass die Baukosten nicht eingehalten werden. Wenn die Bude erst einmal steht kommt die nächste Scheibe der Salami, dann nämlich wird man uns mitteilen, dass die Betriebskosten gestiegen sind. Strom und Gas für das Gebäude ja auf jedem Fall. Denn Strom und Gas wird die Fiedelbude ja bei den Stadtwerken abnehmen müssen und die Stadtwerke haben ja bekanntlich gerade auf steigende Strompreise hingewiesen. Warscheinlich müssen die Stadtwerke die steigenden Abgaben an die Mutter Stadt Bochum damit einspielen. Bleibt aber für den mündigen Bürger, sich einen anderen Anbieter zu suchen. Gleiches gilt übrigens für die Sparkasse Bochum. Wenn hier genügend wechseln, kann der Schuss für die Stadt ganz schön nach hinten gehen. Also mündiger Bürger handle.
16:42
Warum hatte man nicht das alte IMAX umgebaut? Das wäre doch um ein vielfaches billiger gewesen als das kommende Groschengrab? Aus dem IMAX wurde jetzt eine Zockerbude. Die kann die Stadt Bochum natürlich gut gebrauchen für ihr Image!
15:30
Das passt ja wie Faust aufs Auge.
Vor drei Wochen hab ich einen Bescheid über die Erhöhung der Straßenreinigungskosten bekommen. Herner Str jetzt 3 mal wöchentlich mit einem Saugwagen durchgefahren.
Erhöhung um 50%. Aua.
Ein Geschäftbetreiber in Bochum.
14:58
Was sind fünf Millionen für Bochum. Wenn’s für das Konzerthaus nicht reicht, schließen wir weitere drei Grundschulen, ein Gymnasium finden wir sicherlich auch noch. Das Geld bleibt im ja im selben Dezernat.
In entschuldige mich sogleich für meinen Zynismus! Als Bürger der Stadt kann ich über soviel Ignoranz der Entscheidungsträger bis jetzt (haben wir noch Hoffnung am 5.7?) nur den Kopf schütteln.
Um einen Kommentar aufzunehmen: Alle Eltern, die Ihre Kinder bald mit dem Auto zur Schule bringen müssen, erinnern sich bitte bei der nächsten Kommunalwahl an das denkwürdige Datum.
11:00
Ich hatte mal den Vorschlag gemacht, die Jahrhunderthalle als Alternative zum Musikzentrum kostengünstig umzubauen.
Da in diesem Tempel ehemaliger ehrlicher Arbeit früher Menschen gearbeitet haben, die kein Geld und keine Zeit hatten sich kulturelle Höhepunkte ( und die waren sicher nötig ) anzuhören,
sehe ich es überhaupt nicht ein, das heute dort sich eine gewisse Gesellschaftsschicht niederlässt, die von Arbeit, sozialen Gewissen und gesellschaftlichen Taktgefühl so weit entfernt ist, wie der VFL von der Deutschen Meisterschaft.
Deswegen ziehe ich meinen Vorschlag zurück.
10:47
Da haben wir nun eine Kostenschwankungsbreite von erstmal 15%.
Leute, ich sag euch eins: da wird noch mehr geschwankt.
07:42
Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bochumer Politikerriege die Kosten besser im Griff bekommt, als dieses in der Vergangenheit bei "Cross Boarder", "Bochum macht dumm", oder ähnlich gelagerten Fällen geschehen ist. Ein Blick nach Hagen könnte zu gegebener Zeit auch sinnvoll erscheinen, dort wird zur Zeit zumindest im Theaterbereich über eine Privatisierung nachgedacht.
07:27
Was hat das denn mit Frau Merkel zu tun?
Überlegen sie mal, wer hier in Bochum seit ich weiß nicht wann "regiert" und entsprechend handelt. Bei aller Empathie mit den sozialschwachen muss man aber auch sehen: Am meisten geschröpft wird der Durchschnittsverdiener. Da wird nur verlangt, kaum wat gegeben. Und gerade jene, die sich engagieren, kriegen dann noch eins drauf.
Dass die Stadt sich soeben finanziell übernimmt ist ja kein Schwarzmalen mehr, sondern für jeden, der etwas vom Bau versteht, eine Tatsache. Dass hier dann Politiker entscheiden, die sich mit der Materie doch gar nicht richtig auskennen, ist bezeichnend und erschreckend zugleich. Man sollte sich diese Namen, die die Stadt nach bestem Wissen und ohne Gewissen ins Verderben schicken gut merken. Man sollte sie in zwei Jahren dann direkt ansprechen und mit den bereits jetzt klar vorliegenden Bedenken und Warnungen konfrontieren. Weiß eigentlich jeder Stimmberechtigte im Rat, welch Verantwortung er / sie trägt?
23:03
Schulen und Kindergärten werden dicht gemacht -
Sozialleistungen gekürzt oder ganz gestrichen -
Bochums Stadtbild verkommt zusehends -
man kann keinen einzigen Kilometer fahren ohne
auf Schlaglöcher zu treffen -
aber zig Millionen für ne Fidelbude ausgeben .....
auf Hammerstr.-Breddestr. kommt das Kopfsteinpflaster
der 30er Jahre zum Vorschein - ein Omen ?